Fernando Llorente verteidigt Handspiel-Entscheidung bei EM 2024

Fernando Llorente verteidigt Handspiel-Entscheidung bei EM 2024

Der Weltmeister Fernando Llorente hat in einem Interview erklärt, dass er die Handspiel-Entscheidung zugunsten von Marc Cucurella bei der Fußball-Europameisterschaft 2024 für korrekt hält.

München – Eine der umstrittensten Szenen der letzten Jahre ereignete sich im Viertelfinale der EM 2024, als Deutschland auf Spanien traf. Das DFB-Team verlor die Partie mit 1:2, wobei der Ausgang möglicherweise anders verlaufen wäre, hätte eine Entscheidung zugunsten der deutschen Mannschaft getroffen werden.

Im Mittelpunkt der Diskussion steht die Situation um den spanischen Linksverteidiger Marc Cucurella. In der Verlängerung, beim Stand von 1:1, blockierte er einen Schuss mit dem linken Arm und verhinderte damit einen möglichen Torerfolg von Jamal Musiala. Obwohl die gesamte Fußballwelt die eindeutige Handspiel-Entscheidung sah, blieb der Schiedsrichterpfiff aus und auch der Videoassistent intervenierte nicht.

Diese Szene sorgte für intensive Debatten. Während die spanische Seite den Vorfall verteidigte, gab es auf deutscher Seite viel Unverständnis über die Fehlentscheidung. Selbst die UEFA räumte einige Monate später ein, dass die Schiedsrichter einen Fehler begangen hatten und dass ein Elfmeter für Deutschland gerechtfertigt gewesen wäre.

In einem Interview mit Hajper äußerte Fernando Llorente jedoch eine andere Meinung. „Es stimmt, dass Marc Cucurellas Hand in diesem Moment etwas weit vom Körper entfernt war, aber ich glaube nicht, dass das entscheidend war“, erklärte der Weltmeister. „Wenn man die Szene genau analysiert, befand sich der Stürmer beim ersten Pass in Richtung Tor im Abseits.“

Er bezieht sich dabei auf Niclas Füllkrug, dessen Abseitsposition jedoch nicht klar erkennbar war und trotz des Einsatzes von Technik nicht als solche gewertet wurde. Llorente führt zudem einen weiteren Grund an, warum kein Elfmeter gegeben wurde: „Als er (Füllkrug, Anm. d. Red.) den Ball annahm, traf er seinen Trizeps, was ebenfalls ein Handspiel des Stürmers gewesen wäre“, behauptete der 41-Jährige, der seine Karriere 2023 beendete.

Für Llorente hat der englische Schiedsrichter Anthony Taylor somit alles richtig gemacht. „Es gibt zwei Aktionen in dieser Handspielszene, die einen Elfmeter ausgeschlossen hätten“, meint Llorente. Fakt ist jedoch, dass weder die eine noch die andere Szene abgepfiffen wurden, was letztlich gegen seine Theorie zum nicht gegebenen Elfmeter spricht.

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