FIFA Ticketpreise zur WM 2026 in der Kritik
Im Juni beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Die Vorfreude der Fans ist groß, doch die Eintrittspreise der FIFA sorgen für Besorgnis.
In den USA bereitet sich die deutsche Nationalmannschaft auf wichtige Testspiele gegen Ghana und die Schweiz vor, während sich auch die Fans auf die WM 2026 einstellen. Die Spiele finden in Kanada, Mexiko und den USA statt, und Anhänger aus der ganzen Welt werden erwartet. Besonders Fans aus Tunesien könnten jedoch mit hohen Visakosten konfrontiert werden.
Die Kritik richtet sich nicht nur gegen die Visabestimmungen, sondern auch gegen die Preisgestaltung der FIFA. Der Verband hat das Monopol auf WM-Tickets, egal ob für Gruppenspiele oder das große Finale. Nun hat die europäische Fan-Organisation Football Supporters Europe (FSE) zusammen mit der Verbraucherorganisation Euroconsumers eine Beschwerde bei der Europäischen Kommission eingereicht.
Der Vorwurf ist eindeutig: Die FIFA nutzt ihr Ticketmonopol aus, um exorbitante Preise durchzusetzen. Zudem werden die Kaufbedingungen als undurchsichtig kritisiert. „Die FIFA hält ein Monopol auf den Ticketverkauf für die Weltmeisterschaft 2026 und hat diese Macht genutzt, um den Fans Bedingungen aufzuerlegen, die in einem wettbewerbsorientierten Markt niemals akzeptabel wären“, erklärte die FSE.
Die Forderung lautet, die Preise für die Verkaufsphase im April einzufrieren. Wer ein Ticket für das Finale erwerben möchte, muss derzeit 4.185 Dollar für das günstigste Ticket bezahlen. Zum Vergleich: Bei der WM 2022 lag der Preis für das günstigste Ticket bei etwa 600 Dollar.
Die FIFA hatte in ihren eigenen Bewerbungsunterlagen einen Preis von 1.408 Dollar pro Ticket versprochen. Wer eine bessere Kategorie für das Endspiel buchen möchte, muss teilweise sogar sein Konto überziehen. Kategorie drei im MetLife Stadium in New Jersey kostet pro Fan unglaubliche 143.750 Dollar.
FIFA-Präsident Gianni Infantino sieht darin jedoch keinen Grund zur Besorgnis. Er erklärt: „Vor allem in den USA gibt es das sogenannte dynamische Preiswesen, was bedeutet, dass die Preise steigen oder fallen können.“ Die hohe Nachfrage führe zu höheren Preisen. Wie viele Fans letztendlich die Stadien füllen werden, wird sich im Sommer zeigen.