Finanzielle Sorgen und sportliche Krise bei Hertha BSC
Die Unruhen bei Hertha BSC Berlin nehmen kein Ende: Neben der sportlichen Krise sorgt nun der zahlungsunwillige Hauptsponsor für zusätzliche Sorgen.
Berlin – Die Probleme bei Hertha BSC Berlin werden immer gravierender. Während der erhoffte Aufstieg sportlich längst in weite Ferne gerückt ist, rückt nun eine kritische finanzielle Entwicklung in den Fokus. Der Hauptsponsor CheckCars24, der auf den Trikots des Vereins abgebildet ist, sorgt für zusätzliche Unruhe.
Wie die Sport Bild berichtet, sind seit November keine Zahlungen mehr vom Trikotsponsor beim Verein eingegangen. Für die laufende Saison war ein Sponsoring-Volumen von etwa 2,1 Millionen Euro vereinbart, von dem momentan etwa die Hälfte aussteht. Die Partnerschaft, die im Sommer 2024 begann, umfasst insgesamt rund 6,5 Millionen Euro über drei Jahre.
Der Verein selbst hält sich bislang öffentlich bedeckt, widerspricht jedoch den Berichten nicht. „Hertha BSC steht mit all seinen Partnern und Sponsoren in einem regelmäßigen und konstruktiven Austausch. Wir bitten um Verständnis, dass wir uns zu konkreten vertraglichen Themen oder internen Abstimmungen grundsätzlich nicht öffentlich äußern“, erklärte der Klub. Intern wird jedoch offenbar geprüft, ob eine vorzeitige Auflösung des bis 2027 laufenden Vertrags möglich ist.
Die Vereinbarung wurde noch unter dem damaligen Geschäftsführer Thomas Herrich abgeschlossen, der den Klub jedoch im April 2025 verließ. Ein vorzeitiges Ende eines Hauptsponsoren-Deals wäre für Hertha BSC kein Novum: In der Vergangenheit kam es bereits mehrfach zu abrupten Veränderungen auf der Trikotbrust, was teils spürbare Folgen für die Einnahmesituation hatte.
Parallel zur finanziellen Unsicherheit bleibt auch die sportliche Bilanz ernüchternd. Die Berliner konnten ihre Aufstiegsambitionen seit dem Abstieg 2023 nie konstant untermauern und verpassten die Aufstiegsränge deutlich. Zuletzt setzte es eine 0:1-Niederlage beim abstiegsbedrohten FC Magdeburg.
Die Saison läuft somit erneut auf eine Enttäuschung hinaus. Dabei schienen die Visionen einst deutlich ambitionierter. Unter Investor Lars Windhorst wurden große Namen als potenzielle Sponsoren gehandelt, darunter internationale Konzerne. Doch diese Pläne zerschlugen sich, als Windhorst sich zurückzog.