Florian Neuhaus entschuldigt sich und strebt Comeback bei Borussia Mönchengladbach an

Florian Neuhaus entschuldigt sich und strebt Comeback bei Borussia Mönchengladbach an

Borussia Mönchengladbach hat sein Versprechen an Florian Neuhaus erfüllt, was auch auf das Engagement des Spielers zurückzuführen ist.

Mönchengladbach – Im Juli wurde viel über Florian Neuhaus gesprochen und geschrieben. Die Mallorca-Affäre war während des Trainingslagers am Tegernsee (19. bis 25. Juli) ein großes Thema, obwohl Borussia Mönchengladbach gehofft hatte, die Angelegenheit würde sich beruhigen. Doch das erwies sich als schwieriger als erwartet.

Der Wirbel, den Neuhaus nicht ganz freiwillig ausgelöst hat, war zu groß. Während seines Urlaubs auf Mallorca sprach der frühere deutsche Nationalspieler mit Fans, die das Gespräch auf Video festhielten und in sozialen Netzwerken teilten. Dabei fiel der Satz: „Er ist der schlechteste Manager der Welt“ in Bezug auf Gladbachs Sportchef Roland Virkus. Anschließend gab Neuhaus auch sein Jahresgehalt preis.

Der Klub hätte nach der verhängten Geldstrafe und Suspendierung auf verschiedene Weisen reagieren können. Kaum ein Fan wäre überrascht gewesen, wenn man die Beziehung endgültig beendet und Neuhaus die Chance auf Rehabilitation verweigert hätte. Einige äußerten in den sozialen Netzwerken ihre Unterstützung für den Spieler, während die Mehrheit auf eine strengere Sanktion hoffte.

Die Verantwortlichen, insbesondere Sport-Geschäftsführer Roland Virkus, zeigten jedoch eine andere Haltung. Der allgemeine Tenor war: Wenn Neuhaus nach einem weiteren Gespräch ins Mannschaftstraining zurückkehrt, liegt die Verantwortung für die Wiederherstellung des Vertrauens bei ihm – denn unter Gerardo Seoane zählt, auch wenn einige Fans anderer Meinung sind, das Leistungsprinzip.

Den entscheidenden Schritt hat Neuhaus selbst unternommen. Am Montag bat der einstige Leistungsträger in einer öffentlichen Stellungnahme um Entschuldigung und erklärte, er wolle „alles dafür tun“, um das Vertrauensverhältnis zu Borussia wieder aufzubauen. „Borussia Mönchengladbach ist und bleibt mein Herzensverein“, so Neuhaus.

Es war das erste Mal, dass der 28-Jährige sich zur Mallorca-Affäre äußerte, und seine Worte der Entschuldigung waren angesichts des großen Wirbels um seine Person die einzig angemessenen. Im Gegenzug haben die Verantwortlichen von Borussia ihr Wort gehalten und Neuhaus die Tür für ein Comeback bei den Profis geöffnet.

Gladbach ist besonnen mit Neuhaus umgegangen, und der Verweis auf den Leistungsgedanken war ein kluger Schachzug. Es liegt nun am Spieler, der mehr denn je beweisen muss, dass er sich einen Platz in der ersten Elf verdient hat. Sollte Neuhaus diesen Nachweis schuldig bleiben, kann sich Borussia darauf besinnen, ihm alle Chancen eröffnet zu haben, die er selbst hätte nutzen müssen.

Es bleibt jedoch abzuwarten, ob Neuhaus die kommende Saison in Gladbach verbringen wird. Mit Fortuna Düsseldorf hat sich bereits ein erster Klub mit dem Gedanken beschäftigt, den früheren deutschen Nationalspieler zu verpflichten. Möglicherweise werden auch andere Vereine diese Möglichkeit in Betracht ziehen. Nach aktuellem Stand möchte Neuhaus jedoch alles tun, um sich beim VfL zu rehabilitieren.

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