Florian Wirtz: Berater wollte Wechsel zu Real Madrid

Florian Wirtz: Berater wollte Wechsel zu Real Madrid

Florian Wirtz’ Berater hatte im vergangenen Sommer den Wunsch, seinen Klienten bei Real Madrid unterzubringen, erhielt jedoch eine Absage von den Königlichen.

Madrid – Die Zukunft von Florian Wirtz war im vergangenen Sommer eines der am meisten diskutierten Themen im Weltfußball. Nach wochenlangen Spekulationen über einen Transfer zu Bayern München entschied sich der DFB-Star schließlich, für die damalige Rekordsumme von 125 Millionen Euro zum FC Liverpool zu wechseln. Wie sein Berater nun verriet, hätte er Wirtz jedoch am liebsten zu Real Madrid vermittelt.

„In der Phase, als es um einen Wechsel zu Liverpool oder Bayern ging, habe ich Xabi Alonso angerufen und ihm gesagt: ‚Du musst den Jungen aus Leverkusen mit zu Real nehmen.‘ Xabi antwortete: ‚Das musst du nicht mir sagen, sondern Florentino Pérez‘“, erklärte Volker Struth im Bild-Podcast Phrasenmäher. Zu diesem Zeitpunkt war bereits klar, dass Alonso Leverkusen verlassen und in Madrid die Nachfolge von Carlo Ancelotti antreten würde.

Obwohl Wirtz offiziell von seinen Eltern vertreten wird, hatte er vor seinem ersten großen Wechsel die Berateragentur Sports360 beauftragt, um von den Kontakten von Struth und Co. zu profitieren. Der 59-Jährige hatte bereits 2014 den Transfer von Toni Kroos zu Real Madrid erfolgreich abgewickelt und wollte offenbar seine guten Verbindungen bei Wirtz nutzen.

Doch Florentino Pérez durchkreuzte die Pläne des Beraters. Struth erklärte weiter, dass der Real-Präsident auf eine SMS eher zurückhaltend reagierte und kein ernsthaftes Interesse an einer Verpflichtung des 22-Jährigen signalisierte. Stattdessen verwies der 78-Jährige auf Real Madrids Generaldirektor José Sánchez, der einem Deal wohl aus wirtschaftlichen Gründen einen Strich durch die Rechnung gemacht hat.

Somit kam es nicht zur Wiedervereinigung zwischen Alonso und Wirtz, die zuvor bereits sehr erfolgreich in Leverkusen zusammengearbeitet hatten. Obwohl Wirtz noch nicht an seine Leistungen im Bayer-Trikot anknüpfen kann, hat er sich nach anfänglichen Schwierigkeiten in Liverpool gut eingelebt und steht nach 35 Einsätzen bei sechs Toren und acht Vorlagen.

Rückblickend dürfte Struth froh sein, dass der Wechsel zu Real Madrid nicht zustande kam. Immerhin ist Alonso seit Anfang Januar nicht mehr Trainer beim spanischen Rekordmeister. Der Meistertrainer von Leverkusen wurde trotz sportlich ordentlicher Ergebnisse nach nur wenigen Monaten entlassen, offenbar aufgrund von Problemen zwischen dem Spanier und der Mannschaft.

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