Florian Wirtz entscheidet sich für Liverpool statt Bayern
München – Florian Wirtz, der deutsche Nationalspieler, hat sich gegen einen Wechsel zum FC Bayern München entschieden und stattdessen für einen Transfer zu Liverpool entschieden. Dies geschah trotz intensiver Bemühungen der Münchner, Wirtz von Bayer 04 Leverkusen zu verpflichten.
Laut Wirtz' Vater und Berater, Hans-Joachim Wirtz, spielten „Nuancen“ eine entscheidende Rolle bei dieser Entscheidung. Auch in Bezug auf das Gehalt habe es „keine großen Unterschiede“ gegeben. Vor seiner Entscheidung führte Wirtz Gespräche mit Liverpools Trainer Arne Slot und Bayerns Coach Vincent Kompany. Slot konnte Wirtz offenbar persönlich überzeugen.
Die Präsentation von Slots Spielphilosophie, die den Fokus auf Ballbesitz und Pressing legt, sowie die Rolle, die Wirtz dort einnehmen könnte, waren präzise und überzeugend. Dennoch stellt sich die Frage, ob dies der einzige Grund für Wirtz' Entscheidung war. Ein weiteres Thema, das diskutiert wird, ist die Trikotnummer.
„Rückennummern sind für Spieler ein nicht unwichtiges Thema“, erklärte Bayern-Sportboss Max Eberl im Gespräch mit der Sport Bild. Während der Verhandlungen war unklar, ob Leroy Sané seinen Vertrag verlängern würde; letztlich verließ Sané den Verein.
Sané trug beim Rekordmeister die Trikotnummer 10, die Wirtz angeblich ebenfalls wollte, jedoch bereits für Jamal Musiala reserviert war. „Das haben wir transparent kommuniziert“, so Eberl. Wirtz hätte sich in München mit einer anderen Nummer zufriedengeben müssen.
Beliebte Nummern wie die 7, 10 oder 17, die Wirtz in der Nationalmannschaft trägt, waren bereits vergeben oder reserviert. „Wir haben in allen Gesprächen klar gemacht, dass wir ihn sehr gerne beim FC Bayern gesehen hätten und er gut in unser Team gepasst hätte“, so Eberl. Dennoch entschied sich Wirtz gegen Bayern und wechselte zu Liverpool.
Mit dem Wechsel kam das Gerücht auf, Wirtz habe bei den Reds die Nummer 10, die derzeit von Alexis Mac Allister getragen wird, gewünscht. Wirtz wies dies jedoch entschieden zurück und äußerte über Social Media: „Wer sagt, dass ich die 10 wollte? Ich respektiere andere Spieler. Glaubt nicht alles, was geschrieben wird.“ Dazu postete er ein Clown-Emoji.
Wirtz übernahm schließlich die Nummer 7, die durch den Abgang von Luis Díaz zum FC Bayern frei wurde. Zu behaupten, Wirtz habe seine Entscheidung ausschließlich von der Rückennummer abhängig gemacht, wäre jedoch unangebracht. Dennoch könnte der Eindruck entstanden sein, dass er sich in München hinter Musiala einreihen müsste, zumal Musiala auf der Zehnerposition gesetzt ist.
Trainerlegende Arsène Wenger äußerte kürzlich bei beIN SPORTS: „Als Wirtz die Wahl hatte, zu Bayern München oder Liverpool zu gehen, sagte er zu Liverpool: ‚Ich komme zu euch, wenn ich auf der Zehn spielen darf. Ich will nicht auf dem Flügel spielen.‘ Liverpool hat dann, um ihn zu bekommen, zugestimmt.“ In München hätte Wirtz offenbar die Flügelposition als Alternative gehabt, die er offensichtlich vermeiden wollte.