Folarin Balogun und die Kontroversen um die WM-Sperre

Folarin Balogun und die Kontroversen um die WM-Sperre

Folarin Balogun scheidet mit der US-amerikanischen Nationalmannschaft im WM-Achtelfinale aus. Dennoch könnte die Aufhebung seiner Sperre langfristige Auswirkungen auf den Fußball haben.

Update vom 7. Juli, 4:02 Uhr: Für Folarin Balogun gibt es zumindest in diesem Fall eine gewisse Entspannung. Trotz der aufgehobenen Sperre scheiterte die US-Nationalmannschaft im WM-Achtelfinale verdient an Belgien. Die langfristigen Folgen des von Donald Trump angestoßenen FIFA-Skandals sind jedoch weiterhin unklar. Viele befürchten, dass dies einen Präzedenzfall schafft und das Fair Play im Fußball gefährdet.

Update vom 7. Juli, 1:53 Uhr: Die gesamte Fußballwelt war gegen die USA, was sich auch beim Aufwärmen vor dem Achtelfinalspiel gegen Belgien zeigte. Während die internationale Gemeinschaft kritisch auf die Begnadigung von Balogun blickte, wurde der US-Stürmer im Stadion frenetisch gefeiert.

Update vom 7. Juli, 0:46 Uhr: US-Trainer Mauricio Pochettino hielt sein Versprechen und setzte Balogun von Beginn an gegen Belgien ein. Sollte das Gastgeberteam gewinnen, könnte dies jedoch angefochten werden. Die belgische Mannschaft kündigte an, die Spielberechtigung von Balogun zu überprüfen, falls er in der Startelf steht, was zu einem Verfahren vor dem Internationalen Sportgerichtshof führen könnte.

Update vom 6. Juli, 23:55 Uhr: Nur noch zwei Stunden bis zum WM-Achtelfinale der USA gegen Belgien. Die Frage, ob Folarin Balogun in der Startelf stehen wird, wird mit großer Spannung erwartet. Das belgische Team hat bereits angekündigt, die Spielberechtigung anzufechten, sollte er spielen.

Update vom 6. Juli, 22:56 Uhr: Nachdem der belgische Einspruch abgelehnt wurde, plant die Nation den nächsten Schritt. Sollte Folarin Balogun im WM-Achtelfinale auf dem Spielberichtsbogen stehen, werden die Belgier „die Spielberechtigung des Spielers anfechten“. Der Verband erklärte, dass „alle weiteren Schritte offen bleiben“.

Update vom 6. Juli, 21:51 Uhr: Auch Lothar Matthäus äußerte sich in der Bild-Zeitung über die FIFA-Entscheidung. Er sagte: „Ich kann und will nicht beurteilen, ob Trump in der Politik alles richtig macht. Aber nach dieser Entscheidung hat er für mich vom Fußball keine Ahnung. Andere Spieler durften bei ähnlichen Vergehen nicht weiterspielen. Hier geht es nicht mehr um Fußball, sondern um Manipulation. Das sind nicht die Werte, die ich gelernt habe.“

Matthäus fügte hinzu: „Es gibt klare Regeln im Fußball, an die sich alle halten müssen. An der Roten Karte für Balogun gibt es keinen Zweifel. Wie soll man das einem Kind erklären? Wenn die Berichte stimmen, hat die FIFA ihre eigenen Regeln gebrochen und ihre Autonomie untergraben. Wenn politischer Einfluss möglich ist, kann man den Fußball in die Tonne treten. Das wäre ein Wendepunkt, der Tür und Tor öffnet. Was kommt als Nächstes?“

Update vom 6. Juli, 20:52 Uhr: Auch Fußballreporter Manuel Bonke kritisierte das Vorgehen von FIFA-Präsident Gianni Infantino. „Eine solche Entscheidung herbeizuführen, ist eine riesige Sauerei – nicht mehr und nicht weniger. Trump ist der Sonnenkönig. Er kann anscheinend bestimmen, was er will – mittlerweile auch bei Gianni Infantino und der FIFA“, sagte er in einer Diskussion.

Update vom 6. Juli, 20:14 Uhr: Der brasilianische Verband äußerte sich ebenfalls zur Causa Infantino-Trump, nachdem Schiedsrichter Raphael Claus Folarin Balogun vom Platz gestellt hatte. Der Verband bezeichnete Claus als „vorbildlichen Fachmann“ mit einer beeindruckenden internationalen Karriere. Trump hatte Claus zuvor als „ein bisschen suspekt“ bezeichnet.

Update vom 6. Juli, 19:15 Uhr: Die FIFA wies den Protest der belgischen Mannschaft zurück und erklärte die Beschwerde für unzulässig. Der belgische Verband sei „nicht Verfahrenspartei“ und habe daher keine Beschwerdebefugnis gegen die Entscheidung, da das Spiel, in dem Balogun die Rote Karte erhielt, ohne Beteiligung der Belgier stattfand.

Update vom 6. Juli, 18:45 Uhr: FIFA-Präsident Gianni Infantino äußerte sich erstmals zur Diskussion über die Sperre von Folarin Balogun. Er betonte, dass die judikativen Gremien der FIFA unabhängig arbeiten und auf der Grundlage relevanter Fakten und Bestimmungen entscheiden. Ihre Unabhängigkeit sei entscheidend für die Glaubwürdigkeit und Integrität des Fußballs.

Infantino bestätigte auch, dass er regelmäßig mit Präsident Donald Trump über Themen im Zusammenhang mit der FIFA-Weltmeisterschaft spricht und erhielt in diesem Fall einen Anruf von Trump, der ihn über ein laufendes juristisches Verfahren informierte.

Update vom 6. Juli, 18:40 Uhr: Das Eingreifen von US-Präsident Donald Trump in die FIFA-Entscheidung bezüglich Balogun sorgt weiterhin für Diskussionen. Historische Vergleiche wurden gezogen, da Benito Mussolini und Jorge Rafael Videla sich ebenfalls in die Fußballergebnisse ihrer Länder einmischten, was zu WM-Siegen führte.

Update vom 6. Juli, 17:45 Uhr: Nach Trumps Eingeständnis, die Sperre von Folarin Balogun zurückgenommen zu haben, wird deutlich, dass der 80-Jährige kürzlich auch das Prinzip der „Birthright Citizenship“ in Frage stellte, das besagt, dass jede in den USA geborene Person Anspruch auf einen amerikanischen Pass hat. Balogun wurde zwar in New York geboren, ist jedoch der Sohn nigerianischer Eltern.

Update vom 6. Juli, 16:45 Uhr: Donald Trump bestätigte offiziell, FIFA-Präsident Gianni Infantino um eine Überprüfung der Roten Karte gegen Folarin Balogun gebeten zu haben. Vor Journalisten erklärte Trump, er halte die Entscheidung des „schrecklichen“ Schiedsrichters für ungerecht: „Ich habe lediglich um eine Überprüfung gebeten, weil ich nicht glaube, dass es ein Foul war.“ Zuvor hatte er sich auf Truth Social bei der FIFA bedankt, „dass sie das Richtige getan und eine große Ungerechtigkeit rückgängig gemacht hat“.

Update vom 6. Juli, 15:35 Uhr: Der belgische Fußballverband hat vor dem WM-Achtelfinale gegen die USA offiziell Einspruch gegen die Aufhebung der Sperre von Folarin Balogun eingelegt. Der Verband kritisierte, dass die FIFA für ihre Entscheidung „nicht die geringste Erklärung“ geliefert habe. Balogun war nach einer Roten Karte zunächst gesperrt worden, die Sperre wurde jedoch überraschend aufgehoben.

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