Fortschritte in den Verhandlungen um Jürgen Klopp als Bundestrainer

Fortschritte in den Verhandlungen um Jürgen Klopp als Bundestrainer

Die Verhandlungen über die Verpflichtung von Jürgen Klopp als Bundestrainer gehen weiter, jedoch wird eine endgültige Einigung in dieser Woche nicht mehr erwartet. Dies wurde nach einem Treffen von DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Bundesligaboss Hans-Joachim Watzke mit Oliver Mintzlaff, dem Top-Manager von Red Bull, am Dienstag in München bekannt.

Obwohl das Gespräch, wie Absolut Fussball und die Frankfurter Rundschau berichteten, positiv verlief, gibt es noch einige offene Fragen. Dies ist nicht ungewöhnlich in komplexen Fällen, in denen ein bestehender Vertrag zu berücksichtigen ist. Klopp hat sich bis Ende 2024 an den RB-Konzern gebunden, und die Gespräche über eine Vertragsauflösung sollen am kommenden Wochenende in New York fortgesetzt werden. Mintzlaff wird sich dort mit Klopp, der wegen seiner TV-Expertentätigkeit in der Stadt ist, sowie dessen Berater Marc Kosicke treffen.

Berichte der Deutschen Presseagentur über eine angebliche Einigung zwischen DFB und Red Bull konnten von Absolut Fussball und der Frankfurter Rundschau nicht bestätigt werden. Auch zwischen der Klopp-Seite und dem DFB sind noch Details zu klären. Die Inhalte dieser Gespräche unterliegen einer strengen Vertraulichkeit, was in solchen Verhandlungen üblich ist.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass es einen Rückschlag in den Verhandlungen gegeben hat. Alle beteiligten Parteien bleiben optimistisch, eine Einigung zu erzielen. Allerdings spielen auch der thailändische Hauptanteilseigner von Red Bull sowie die interne Abstimmung innerhalb der RB-Führung eine wichtige Rolle.

Auf Seiten des DFB müssen Neuendorf, Watzke, Generalsekretär Holger Blask und Aufsichtsratschef Alexander Wehrle zudem die Mitglieder des Aufsichtsrats von den finanziellen Aspekten überzeugen, die nach der kostspieligen Trennung von Julian Nagelsmann nun erneut auf sie zukommen.

In den letzten Tagen gab es im DFB Bedenken bezüglich der hohen Ausgaben. Der Verband weist jedoch darauf hin, dass ein Welttrainer wie Klopp bereits auf einen Teil seines Gehalts verzichtet hat und zudem einen sogenannten „Patriotismus-Abschlag“ gewährt. Red Bull könnte, angesichts der noch verbleibenden Vertragslaufzeit, eine hohe Ablösesumme verlangen, scheint jedoch bereit zu sein, darauf zu verzichten. „Das Geld“, so ein DFB-Vertreter, „geben wir lieber für unsere Vereine aus.“

Zu den Mitgliedern des DFB-Aufsichtsrats gehören unter anderem Silke Sinning, die Präsidentin des hessischen Fußballverbands, und Christoph Kern, der Präsident des Bayerischen Fußballverbands. Ein möglicher Vertrag muss laut DFB in einer gemeinsamen Sitzung von Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der DFB GmbH und Co. KG beschlossen werden.

Neuendorf und Watzke hatten sich am vergangenen Freitag in New York vier Stunden lang mit Klopp und Kosicke getroffen. Über die Dauer des Gesprächs mit Mintzlaff am Dienstag wurden zunächst keine Informationen veröffentlicht. Sollte es zu einem Durchbruch zwischen DFB und Red Bull kommen, könnte Klopp bereits nächste Woche nach seiner Rückkehr aus den USA im DFB-Campus vorgestellt werden.

Ob dies jedoch zeitlich machbar ist, bleibt abzuwarten. Ein zügiger Abschluss würde es den Beteiligten ermöglichen, ihre bereits seit Wochen geplanten Urlaube anzutreten. Klopp hat zudem noch einen Termin: Am Montag, den 27. Juli, wird er als Redner auf dem Internationalen Trainerkongress in Mainz erwartet, allerdings noch als „Head of Global Football“ von Red Bull und nicht als Bundestrainer.

Topics

Related news