Fortuna Düsseldorf trennt sich von Trainer Daniel Thioune
Daniel Thioune prägte Fortuna Düsseldorf über mehrere Jahre. Nach einer Niederlage im Endspiel-Duell muss er nun gehen. Sein Nachfolger steht bereits fest.
Düsseldorf – Fortuna Düsseldorf hat nach vier Heimspielen mit nur einem Punkt die Reißleine gezogen und sich von Trainer Daniel Thioune getrennt. Auch die Co-Trainer Jan Hoepner und Manfred Stefes wurden freigestellt. Die 2:3-Niederlage gegen Nürnberg war für die Vereinsführung des Fußball-Zweitligisten offenbar eine Niederlage zu viel. Der Klub präsentierte bereits Markus Anfang als Nachfolger, der noch heute das Training leiten wird.
Das Spiel gegen Nürnberg stellte ein Endspiel zwischen zwei Trainern dar, die beide um ihren Job bangen mussten, auch wenn die Verantwortlichen beim 1. FC Nürnberg dies in Bezug auf Klose bestritten. Für den nun entlassenen Thioune ist die Trennung von Fortuna eine bittere Pille, obwohl die sportliche Situation dies durchaus rechtfertigt.
Trotz der Trennung hinterlässt Thioune ein positives Erbe in Düsseldorf. Seit Februar 2022 stand er in 135 Pflichtspielen an der Seitenlinie und führte die Fortuna in der Saison 2023/24 bis ins Halbfinale des DFB-Pokals. Den Großteil seiner Amtszeit prägte er ein offensives, schnelles Spiel. Besonders schmerzhaft dürfte der Mai 2024 in Erinnerung geblieben sein, als die Fortuna bereits kurz vor dem Aufstieg in die Bundesliga stand.
Im Relegationsrückspiel gegen den VfL Bochum verspielte die Fortuna jedoch den sicher geglaubten Aufstieg in die Bundesliga. Fortuna-Sportvorstand Klaus Allofs fand lobende Worte für den scheidenden Trainer: „Er hat den Verein im Februar 2022 in einer schwierigen Situation übernommen und 2024 an die Schwelle zur Bundesliga sowie ins Halbfinale des DFB-Pokals geführt.“
Für Markus Anfang, der am Montagnachmittag um 15 Uhr zusammen mit Co-Trainer Florian Junge das erste Training leiten wird, ist es eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Als Spieler stand er bereits zweimal bei der Fortuna unter Vertrag – sowohl zu Bundesliga- als auch zu Regionalliga-Zeiten. Zuletzt war er als Trainer beim 1. FC Kaiserslautern unter Vertrag, wo er zunächst seinen Vertrag auflösen musste, bevor er nun in Düsseldorf unterschrieb.
Bundesweit in den Fokus geriet Anfang jedoch nicht nur aufgrund seiner Trainerarbeit. 2021, als Trainer beim SV Werder Bremen, wurde gegen ihn und Co-Trainer Junge wegen der angeblichen Nutzung eines gefälschten Impfzertifikats ermittelt. In der Folge traten sowohl Anfang als auch Junge zurück.