Frankfurt unterliegt Liverpool deutlich in der Champions League
Eintracht Frankfurt hatte gegen den FC Liverpool keine Chance. Florian Wirtz zeigte nach intensiver Kritik endlich eine positive Leistung.
Frankfurt – Eintracht Frankfurt befindet sich erst in seiner zweiten Saison in der Champions League. Die Vorfreude auf das Gastspiel des FC Liverpool war groß, konnte jedoch nur kurzzeitig auf dem Platz umgesetzt werden. Beide Mannschaften gingen geschwächt in die Partie, da die letzten Wochen für beide Teams wenig erfreulich verliefen.
Die SGE kämpft mit erheblichen Defensivproblemen und hat in der Bundesliga bereits 18 Gegentore kassiert, während sie vor drei Wochen mit 1:5 bei Atlético unterlag. Auch der englische Meister verließ zuletzt viermal in Folge als Verlierer das Spielfeld, was mit einer enttäuschenden 1:2-Niederlage gegen den nicht in Form befindlichen Erzrivalen Manchester United endete.
In Frankfurt hätte der LFC, der in den letzten Spielen häufig früh in Rückstand geriet, fast einen schnellen Treffer kassiert. Nach einem Umweg landete der Ball bei Jean-Matteo Bahoya, dessen Schuss aus halbrechter Position von Giorgi Mamadashvili pariert wurde (7.). Kurz darauf zeigte Michael Zetterer, der für den formschwachen Kaua Santos ins Tor rückte, zwei hervorragende Paraden gegen Alexander Isak.
Die Gäste gewannen daraufhin an Kontrolle, mussten jedoch Jeremie Frimpong verletzungsbedingt ersetzen. Die SGE schaffte es gelegentlich, sich zu befreien. Besonders gut gelang das in der 26. Minute, als Nathaniel Brown den Ball in der eigenen Hälfte eroberte und eine sehenswerte Kombination einleitete, die Rasmus Kristensen aus halbrechter Position mit Hilfe des Innenpfostens zum 1:0 abschloss.
Die Spielweise änderte sich durch das Tor jedoch nicht. Der FC Liverpool blieb weiterhin am Drücker. Der für Frimpong eingewechselte Conor Bradley scheiterte nach einer Flanke von Cody Gakpo an dem erneut stark reagierenden Zetterer (32.). In der 35. Minute war der Schlussmann jedoch machtlos. Andy Robertson schickte Hugo Ekitiké auf die Reise, der seine ehemaligen Mitspieler überlief und den Ball durch die Beine von Zetterer zum 1:1 ins Netz schob.
Kurz nach dem Seitenwechsel war Eintracht Frankfurt bei einer weiteren Ecke wieder unsortiert. Über Florian Wirtz gelangte der Ball zum eingewechselten Federico Chiesa, dessen Volleyabnahme aus der Drehung knapp das Tor verfehlte (49.). Wirtz selbst prüfte Zetterer in der 56. Minute mit einem Freistoß, den der Keeper über das Tor lenkte. Der deutsche Nationalspieler bereitete auch die nächste Möglichkeit vor, doch Chiesa traf den Ball nur ungenau und verzog deutlich.
Der Vorsprung hätte mittlerweile deutlicher ausfallen können. Zetterer bewies weiterhin seine Klasse mit Paraden gegen Ekitiké und Bradley, dessen scharfer Schuss jedoch am Pfosten landete. In der 66. Minute musste sich der Schlussmann erneut geschlagen geben. Ein zielstrebig vorgetragener Angriff brachte Wirtz die erste Torbeteiligung seit seinem Wechsel zum FC Liverpool. Sein präzises Zuspiel verwertete Gakpo problemlos aus sechs Metern – 1:4.
Danach war der umtriebige Szoboszlai an der Reihe, der aus 20 Metern perfekt platziert zum 1:5 ins linke Eck traf (70.). Anschließend plätscherte die Begegnung weitestgehend vor sich hin. Die trotz des deutlichen Rückstands weiterhin lautstark unterstützende SGE betrieb Schadensbegrenzung und konnte froh sein, dass die Gäste, mit Blick auf die bevorstehende Premier-League-Partie in Brentford, etwas nachließen. Das Ergebnis änderte sich entsprechend nicht mehr.
Eintracht Frankfurt: Zetterer, Amenda, Koch, Theate, Kristensen (59. Collins), Götze (65. Chaibi), Larsson, Brown, Doan (65. Uzun), Knauff (76. Skhiri), Bahoya (59. Burkhardt)
FC Liverpool: Mamardashvili, Frimpong (19. Bradley), Konaté (74. Gomez), van Dijk, Robertson, Jones, Szoboszlai, Wirtz (74. Salah), Isak (46. Chiesa), Ekitiké (74. Mac Allister)
Tore: 1:0 Kristensen (26.), 1:1 Ekitiké (35.), 1:2 van Dijk (39.), 1:3 Konaté (45.), 1:4 Gakpo (66.), 1:5 Szoboszlai (70.)
Foto: Getty Images (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit neunzigplus.de/)