Frankreichs Trainer Deschamps über Deutschland und die WM 2026

Frankreichs Trainer Deschamps über Deutschland und die WM 2026

Im Sechzehntelfinale könnte es zu einem spannenden Aufeinandertreffen kommen, wenn zwei mehrfache Weltmeister aufeinandertreffen – und beide haben Respekt voreinander.

New York – Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 rückt näher, und viele Fans fragen sich, welche Leistungen die deutsche Nationalmannschaft im Turnier in den USA, Kanada und Mexiko erbringen kann. Seit dem WM-Titel 2014 war für die DFB-Elf zweimal in der Vorrunde Schluss. Nun soll es wieder deutlich besser laufen, und einer, der die Deutschen dabei auf dem Schirm hat, ist Frankreichs Trainer Didier Deschamps.

„Auch wenn Deutschland nicht mehr die Ergebnisse erzielt, die es früher einmal hatte, bleibt es eine der besten Nationen Europas und der Welt“, erklärt er in einem Interview mit dem kicker. „Erfolg hängt von vielen Faktoren ab, doch ich bin überzeugt, dass Deutschland mit der individuellen Qualität seiner Spieler eine große Nation bleibt“, fügt Deschamps hinzu.

Ein wichtiger Faktor ist die Frage, wann man auf die großen Top-Nationen trifft. Mit der größten WM aller Zeiten ist der Turnierbaum deutlich komplexer geworden. Ein direktes Aufeinandertreffen zwischen Deutschland und Frankreich könnte theoretisch bereits im Sechzehntelfinale stattfinden – vorausgesetzt, beide Teams schließen ihre Gruppen auf dem zweiten Platz ab.

Betrachtet man die jeweiligen Gruppengegner, gelten beide Nationen jedoch als klare Favoriten, auch wenn Deschamps versucht, bescheiden zu bleiben: „Mit den drei Duellen gegen Senegal, Norwegen und den Irak müssen wir in der stärksten Gruppe des Turniers bestehen. Alles, was positiv über die Bleus gesagt wird, entlastet unsere Gegner – und einige davon sind genauso stark wie wir.“

Für Deschamps wird es nach 14 Jahren im Amt das letzte große Turnier als Trainer der französischen Nationalmannschaft sein. Neben dem WM-Titel 2018 erlebte er auch schmerzhafte Finalniederlagen, zuletzt 2022 im Elfmeterschießen gegen Argentinien. „Ich war elf Jahre lang Spieler und 14 Jahre lang Trainer der französischen Nationalmannschaft. Ich gebe das Schönste auf, was mir in meinem Berufsleben passiert ist“, sagt der 57-Jährige.

Der Ruhestand ist jedoch noch fern, wie er klarstellt: „Ich habe nicht vor, Musik zu machen oder zu backen. Ich weiß nicht, wann und wo, aber ich werde etwas anderes nach der Nationalmannschaft machen, und auch das wird gut sein.“ Doch bevor es so weit ist, steht zunächst die WM 2026 an, bei der Frankreich hoffentlich erneut den WM-Titel erringen will.

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