Giovanni Reyna überzeugt bei Debüt für Borussia Mönchengladbach

Giovanni Reyna überzeugt bei Debüt für Borussia Mönchengladbach

Giovanni Reyna hätte seinen Einstand bei Borussia Mönchengladbach kaum besser gestalten können, obwohl es gegen Schalke 04 einige ungewohnte Aspekte gab.

Mönchengladbach – Als ein Fan des FC Schalke 04 einen Blick auf den Aufstellungsbogen warf, weiteten sich die Augen. Weder die Königsblauen noch Borussia Mönchengladbach hatten vor, im Testspiel einen Gang zurückzuschalten. Bei den Fohlen standen unter anderem die Neuzugänge Giovanni Reyna und Yannik Engelhardt in der ersten Elf, ergänzt durch Robin Hack, Haris Tabaković und Philipp Sander.

Reyna sorgte bereits nach sechs Minuten für das erste Highlight. Der US-Amerikaner spielte einen Pass mit dem Außenrist aus dem Zentrum auf Luca Netz, der die letzte Schalker Abwehrreihe überwand und die frühe Führung für die Fohlen erzielte. Nach einem weiteren Tor von Franck Honorat in der zweiten Halbzeit endete das Spiel mit einem 2:0-Sieg für Mönchengladbach.

Es war ein positives Debüt für Reyna, der in der ersten Halbzeit auf der Zehn agierte und in der zweiten Halbzeit auf dem linken Flügel eingesetzt wurde. Nach 71 Minuten wurde er jedoch ausgewechselt, ebenso wie Engelhardt, der zunächst auf der Sechs begann und in der zweiten Hälfte als Innenverteidiger spielte.

Trainer Gerardo Seoane betonte die Bedeutung des Spiels gegen den Zweitligisten: „Es ist entscheidend, nicht nur im Training Abläufe zu üben, sondern auch Testspiele zu absolvieren, um zu sehen, wie sich ein Spieler in unser Team integriert. Zudem ist es wichtig, dass die Spieler einander kennenlernen.“

Seoane lobte Reyna für seine Qualitäten: „Man hat bereits gesehen, welche Stärken Giovanni hat. Besonders im finalen Pass und in der Ballsicherheit zeigt er seine ausgeprägten Fähigkeiten.“ Dennoch wird er behutsam an die Mannschaft herangeführt.

„Es wird eine wichtige Aufgabe sein, den Spielrhythmus zu entwickeln. Heute war es möglicherweise weniger intensiv als in einem Bundesligaspiel“, erklärte Seoane und fügte hinzu: „Der Ball läuft bei ihm gut, und er hat eine ausgezeichnete Vision für tiefe Pässe. Um diese Stärken in der Bundesliga zur Geltung zu bringen, muss er die Intensität erhöhen können.“

Vor 1640 Zuschauern boten Gladbach und Schalke ein spannendes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Im Vergleich zur 0:1-Niederlage gegen den VfB Stuttgart war Borussia diesmal die effizientere Mannschaft. Einige Fans fühlten sich wie in einer verkehrten Welt, da die königsblauen Farben auf den Rängen auffällig dominant waren. Das Heimspiel auf dem Fohlenplatz glich fast einem Auswärtsspiel für Gladbach.

Es war daher wichtig, die emotionalen Schalker Fans auch in Testspielen in Schach zu halten – dies gelang unter anderem durch Engelhardt, der in einige intensive Zweikämpfe verwickelt war und nach dem Spiel über seine mögliche Zukunft bei Borussia sprach. Seoane lobte ihn: „Er hat ein gutes Verständnis für defensive Abläufe, bringt eine starke Persönlichkeit in die Kommunikation und zeigt gute Zweikampfhärte.“

Ein Sorgenkind war Rechtsverteidiger Joe Scally, der bereits in Stuttgart Beschwerden signalisiert hatte. Nach weniger als 20 Minuten musste er gegen Schalke das Feld verlassen. Für ihn kam Oscar Fraulo ins Spiel, den Seoane gezielt als Rechtsverteidiger testen wollte, um eine weitere Option zu haben.

„Joe hatte in den Tagen nach dem Stuttgart-Spiel leichte Beschwerden im Hüftbereich. Er hat das gestrige Training ausgelassen. Wir gingen davon aus, dass alles in Ordnung ist, aber er hatte ein steifes Gefühl“, erklärte Seoane. Der Trainer geht nicht von einer Verletzung aus, sodass es sich vermutlich um eine Vorsichtsmaßnahme handelte.

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