Gregor Kobel verteidigt sich gegen Vorwürfe des Zeitspiels nach BVB-Sieg
Nach dem 2:1-Sieg von Borussia Dortmund gegen Bayer Leverkusen hat Torhüter Gregor Kobel seine Sichtweise zu den Vorwürfen des Zeitspiels erläutert.
Der BVB konnte in Leverkusen einen wichtigen Sieg erringen, doch Kobel sah sich mit Anschuldigungen konfrontiert, er habe absichtlich Zeit geschunden. Nach dem Spiel äußerte er sich deutlich zu diesen Vorwürfen und richtete den Blick bereits auf das nächste Duell. Der Erfolg des BVB kam durch Tore von Aaron Anselmino und Karim Adeyemi zustande, bevor Christian Kofane in der zweiten Halbzeit für Leverkusen verkürzte. Trotz des späten Drucks der Gastgeber brachte das Team von Trainer Niko Kovac den Sieg über die Zeit und kletterte auf den dritten Platz in der Tabelle.
Nach dem Spiel lobte Kobel die Leistung seiner Mannschaft: „Wir haben in den meisten Phasen des Spiels sehr gut gespielt. Leverkusen ist ein sehr starkes Team. Aber wir haben heute ebenfalls sehr gut gespielt.“ Besonders betonte er, dass der BVB den Vorsprung diesmal konzentriert ins Ziel brachte.
Ein weiteres Thema beschäftigte den Torhüter: die Vorwürfe des Zeitspiels. Diese Diskussion war aufgekommen, nachdem Kobel bei Abstößen mehrfach auf die Ausführung wartete, was von Leverkusen ungeduldig verfolgt wurde.
Der Schweizer wies die Kritik jedoch entschieden zurück. „Das hat wirklich gar nichts mit Zeitspiel zu tun“, erklärte er gegenüber RUHR24. Er wies darauf hin, dass die gegnerischen Spieler oft zu früh in den Strafraum liefen: „Es ist ihre Schuld, wenn sie jedes Mal wieder vorne reinrennen, das darf man nicht.“
Kobel betonte, dass er die Sekunden benötige, um zu entscheiden, ob er kurz oder lang aufbauen könne. Die Gelbe Karte wegen Zeitspiels im Spiel gegen Augsburg beschäftigt ihn bis heute. Dennoch sieht er eine gewisse Cleverness als notwendig an: „Ich glaube, eine gewisse Portion ‚eklig‘ muss man sein. Das gehört zum Fußball dazu.“
Mit Blick auf das bevorstehende DFB-Pokal-Achtelfinale am Dienstag gegen Leverkusen erwartet Kobel ein intensives Duell. Entscheidend werde sein, erneut mit Entschlossenheit aufzutreten: „Wichtig ist, dass wir mit den Fans gute Energie aufbauen, diese aufnehmen, uns ein Stück weit tragen lassen und dann dort weitermachen, wo wir heute aufgehört haben.“