Hans-Joachim Watzkes Abschied als BVB-Geschäftsführer

Hans-Joachim Watzkes Abschied als BVB-Geschäftsführer

Hans-Joachim Watzke spricht vor seinem letzten Klassiker als Geschäftsführer von Borussia Dortmund über das veränderte Verhältnis zum FC Bayern.

Der BVB reist zum FC Bayern – für Watzke wird es der letzte Klassiker in seiner Funktion als Geschäftsführer sein. Der BVB-Boss reflektiert über alte Rivalitäten, neuen Respekt und seine Zukunft im Verein. Am Samstagabend (18:30 Uhr) findet das Bundesliga-Duell statt, das für Watzke ein besonderes Kapitel seiner langen Karriere bei Borussia Dortmund markiert. Nach fast zwei Jahrzehnten an der Vereinsspitze wird der 66-Jährige im November sein Amt niederlegen, plant jedoch, als neuer Vereinspräsident weiterzuarbeiten.

In einem Gespräch mit den Ruhr Nachrichten blickt Watzke auf die Entwicklung der Beziehung zwischen Dortmund und München zurück: „Früher wurden auch mal Giftpfeile hin- und hergeschossen. Da haben wir uns nichts geschenkt.“ Heute sei der Ton wesentlich respektvoller. „Der Respekt voreinander war immer da. Im Laufe der Jahre haben wir uns einiges erarbeitet. Darauf bin ich stolz.“

Der Abschied wird für Watzke emotional sein. „Es ist ein besonderes Spiel für mich, darüber will ich gar nicht hinwegsehen. Und ich würde es ungern verlieren“, äußerte er über seinen letzten Klassiker als Geschäftsführer. Sportlich erwartet die Dortmunder erneut eine herausfordernde Auswärtsbegegnung. Der FC Bayern präsentiert sich derzeit in Topform, und auch Watzke ist sich der Herausforderung bewusst: „Die Bayern vibrieren vor Selbstvertrauen. Aber auch wir sind in einer guten Verfassung. Die Vorfreude bei mir ist riesengroß.“

Unter Trainer Niko Kovac zeigt der BVB in dieser Saison bislang stabile Leistungen und ist ungeschlagen, wenn auch mit zwei Unentschieden etwas hinter dem Rekordmeister zurück. In München konnten die Schwarz-Gelben zuletzt zweimal punkten, darunter ein 2:0-Sieg im März 2024. Watzke spürt, dass der BVB wieder ernst genommen wird: „Man merkt, dass sie uns ernst nehmen“, sagte er mit Blick auf „einige Frotzeleien“ zwischen den Nationalspielern beider Klubs während der letzten Länderspielpause.

Nach seinem Abschied aus der Geschäftsführung am 23. November wird Marketing-Chef Carsten Cramer künftig die Rolle des Geschäftsführers übernehmen. Die sportliche Leitung liegt bereits seit Mai 2024 in den Händen von Vereinsikone Lars Ricken. Für Watzke endet damit eine Ära, doch sein Einfluss beim BVB wird voraussichtlich bestehen bleiben.

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