Hassnachrichten belasten Loris Karius nach Sieg von Schalke 04

Hassnachrichten belasten Loris Karius nach Sieg von Schalke 04

Hassnachrichten aus der vermeintlichen Sicherheit des Internets belasten zahlreiche Fußballspieler erheblich. Loris Karius wollte dies nicht akzeptieren.

Gelsenkirchen – Der FC Schalke 04 bleibt weiterhin an der Spitze der 2. Bundesliga. Mit einem 2:0-Auswärtssieg am Freitag bei Fortuna Düsseldorf bauten die Königsblauen ihre Tabellenführung auf vier Punkte aus. Für Torwart Loris Karius hatte die Dienstreise in die Modestadt jedoch ein äußerst unschönes Nachspiel in den sozialen Medien, das der 32-Jährige nicht hinnehmen wollte.

Karius, der kürzlich sogar über ein vorzeitiges Karriereende nachgedacht hatte, setzte ein Zeichen. Über die Plattform Instagram erhielt er eine Reihe von Hassnachrichten. Besonders verabscheuungswürdig war eine Nachricht eines Nutzers, vermutlich ein Fan von Fortuna Düsseldorf, in der seine Familie aufs Übelste beleidigt und seiner Tochter der Tod gewünscht wurde. Diese Nachricht veröffentlichte Karius in seiner Instagram-Story.

„Normalerweise ignoriere ich solche Personen. Aber es ist traurig und geht deutlich zu weit, was manche Menschen in den sozialen Medien von sich geben“, kommentierte Karius eindringlich. Auch der FC Schalke 04 reagierte auf diesen Hass. Nach Informationen der Bild erwägt der Verein, rechtliche Schritte einzuleiten. Bereits seit April 2024 sind die Königsblauen Teil der Initiative „Wer hetzt, verliert“.

Im Rahmen dieser Initiative soll strafbarem Hass im Internet entgegengetreten werden. Die Vereine in Nordrhein-Westfalen stehen in engem Austausch mit der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime. Auch im Fall Karius will der Pottklub nun konsequent gegen das abscheuliche Verhalten vorgehen.

Auf Anfrage der Bild distanzierte sich Fortuna Düsseldorf deutlich von diesem widerlichen Verhalten: „Selbstverständlich distanzieren wir uns von solch einem Schmutz. Das hat weder im Netz noch in der realen Welt etwas zu suchen! Leider ist es trauriger Alltag, denn auch wir bekommen solche Nachrichten – auch von ‚Fans‘ anderer Vereine.“

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