Herausforderungen für Fans der Fußball-WM 2026

Herausforderungen für Fans der Fußball-WM 2026

Im Sommer 2026 beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft der Herren, und bereits jetzt zeichnen sich einige Herausforderungen ab, insbesondere für die Fans in Europa.

Washington D.C. – Die deutsche Fußballnationalmannschaft befindet sich noch mitten im Qualifikationskampf für die WM 2026, während sich bereits erste Fans vor den möglichen Anstoßzeiten fürchten. Diese Bedenken sind nicht nur das Resultat der wechselhaften Leistungen der DFB-Elf in den letzten Spielen. Verschiedene Faktoren könnten dazu führen, dass einige Spiele zu ungünstigen Tageszeiten in Deutschland stattfinden, wie FIFA-Vizepräsident Victor Montagliani kürzlich bestätigte.

Die Zeitverschiebung spielt dabei eine wesentliche Rolle. Zwischen 6 Stunden (Ostküste der USA) und 9 Stunden (Westküste) liegt Deutschland hinter der Sommerzeit der USA zurück. Wenn es bei uns 16 Uhr ist, zeigt die Uhr in New York 10 Uhr an. Während bei einer Weltmeisterschaft auch Nachmittagsspiele stattfinden, wären diese für Fans in Europa und Afrika aufgrund der Zeitverschiebung noch erträglich. Allerdings gibt es zusätzliche Einschränkungen.

Wie The Athletic berichtet, hat sich die Spielergewerkschaft FIFPro dafür eingesetzt, dass die Nachmittagsspiele nur an bestimmten Orten ausgetragen werden. Neben der Mittagshitze spielt auch die Luftfeuchtigkeit eine entscheidende Rolle. Die FIFA hat angekündigt, diesem Wunsch nachzukommen, wodurch jedoch nur noch sieben von 16 Spielstätten für die Nachmittagsspiele zur Verfügung stehen. Das könnte unzureichend sein, um den Bedürfnissen aller Fans gerecht zu werden.

Die Stadien, die für Nachmittagsspiele in Frage kommen, befinden sich entweder in klimatisch gemäßigten Zonen oder können vollständig geschlossen und klimatisiert werden. Victor Montagliani äußerte sich während einer Konferenz in London am 1. Oktober, dass man aus den Erfahrungen der diesjährigen XXL-Klub-WM „Lehren gezogen“ habe.

Es ist positiv, dass die FIFA in diesem Fall das Wohl der Spieler berücksichtigt. Dennoch muss auch angemerkt werden, dass der europäische Fußballmarkt weitgehend ausgeschöpft ist und kaum noch Wachstumspotenzial bietet. Im Gegensatz dazu gibt es in anderen Märkten, wie den USA, erhebliches finanzielles Potenzial. Ob die FIFA bei umgekehrten Vorzeichen den Forderungen von FIFPro nachgekommen wäre, bleibt fraglich.

Fans in Europa und Afrika müssen sich jedoch auf frühe Anstoßzeiten einstellen, wie FIFA-Vize Montagliani bestätigte. Aktuell steht das Medienteam der FIFA in ständigem Austausch mit „europäischen und anderen Medien weltweit“, um zu klären, „was am besten ist und in welchen Stadien um 15 Uhr gespielt werden kann“.

Die endgültigen Anstoßzeiten und der Spielplan werden erst nach der Auslosung am 5. Dezember in Washington D.C. bekannt gegeben. Welche Interessen von Fans oder Märkten dabei stärker berücksichtigt werden, wird sich dann zeigen. Vielleicht gibt es auch einen ausgewogenen Spielplan, bei dem jede Nation in ähnlichem Maße von den Gegebenheiten betroffen ist.

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