HSV-Frauen verpassen Heimsieg gegen Carl Zeiss Jena

HSV-Frauen verpassen Heimsieg gegen Carl Zeiss Jena

Die HSV-Frauen standen kurz vor ihrem ersten Heimsieg der Saison, verloren jedoch in der Schlussphase die Führung gegen Carl Zeiss Jena.

Hamburg – Die HSV-Frauen waren am ersten Heimsieg der laufenden Saison nah dran, konnten in der Endphase jedoch die Führung gegen Carl Zeiss Jena nicht halten. Vor dem Spiel äußerte Trainerin Liese Brancao ihren Unmut über die gleichzeitige Ansetzung des Spiels mit dem Auftritt der Männer in Leipzig. „Unglücklich und nicht cool“, kommentierte sie die Situation auf der Pressekonferenz. Trotz dieser Umstände fanden sich 5.259 Zuschauer im Volksparkstadion ein – eine beachtliche Zahl. „Die Kulisse in Hamburg ist wie immer fantastisch. Die Männer spielen zeitgleich, und nebenan findet das Derby der U19 statt, sodass sich die HSV-Fans aufteilen müssen. Wir sind wirklich über jeden Zuschauer dankbar“, äußerte sich Victoria Schulz begeistert nach dem Spiel.

Im ersten Abschnitt dominierten die HSV-Frauen zunächst das Geschehen, konnten jedoch ihre Chancen gegen den noch sieglosen Vorletzten nicht nutzen. Besonders nah am 1:0 war Nina Räcke, deren Schuss den Querbalken traf. Erst kurz vor der Halbzeitpause setzten auch die Spielerinnen von Carl Zeiss Jena Akzente und testeten die erneut für Inga Schuldt im Tor stehende Larissa Haidner.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Spielverlauf. Die HSV-Frauen blieben überlegen und wurden schließlich in der 78. Minute für ihren hohen Aufwand belohnt. Nach einem Pass von Melanie Brunnthaler zog Schulz aus der Distanz ab, und Torfrau Jasmin Janning lenkte den zentralen Versuch ins eigene Tor – 1:0.

Wenig später verpasste die eingewechselte Christin Meyer mit einem Kopfball am Pfosten nur knapp den zweiten Treffer. Jena blieb über weite Strecken harmlos, kam aber dennoch zum Ausgleich. Einen hervorragend getimten Steckpass von Isabelle Jaron verwertete Rieke Tietz zum schmerzhaften Ausgleich aus Sicht der HSV-Frauen. „Wir waren heute die bessere Mannschaft auf dem Platz, umso ärgerlicher ist es, dass wir nur einen Punkt mitnehmen“, äußerte sich Brancao enttäuscht über das Ergebnis.

„Uns hat die letzte Konsequenz vor dem Tor gefehlt, und wir haben es nicht bis zum Ende konsequent verteidigt“, fügte Mia Büchele hinzu. „Wir hatten das Spiel eigentlich gut im Griff und hätten das 2:0 nachlegen müssen. Uns hat vielleicht das letzte Stück Selbstvertrauen gefehlt, um die Chancen zu nutzen.“ Trotz des Unentschiedens halten die HSV-Frauen den Vorsprung von vier Punkten auf Jena, das auf dem ersten Abstiegsplatz steht. Nach der Länderspielpause stehen jedoch mit Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen schwierige Aufgaben an.

Foto: IMAGO (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit nurdieraute.de/)

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