Ilkay Gündogan verteidigt Florian Wirtz inmitten von Kritik
Florian Wirtz sieht sich derzeit heftiger Kritik ausgesetzt. Der ehemalige Nationalspieler Ilkay Gündogan hat sich jedoch kürzlich schützend vor den Neuzugang des FC Liverpool gestellt.
In Liverpool hat der 22-jährige Florian Wirtz unglücklich in die neue Saison gestartet. Bislang hat er zehn Pflichtspiele für den FC Liverpool absolviert, nachdem er Bayer 04 Leverkusen im Sommer für eine Summe von bis zu 150 Millionen Euro verlassen hatte. Dabei blieb ihm bislang der Torerfolg verwehrt; lediglich ein Assist im Community Shield, den der LFC gegen Crystal Palace verlor, steht auf seinem Konto.
Infolgedessen hat sich die Kritik an dem 150-Millionen-Neuzugang des amtierenden englischen Meisters gehäuft. Viele Fans und Medien sind der Meinung, dass sich die Verpflichtung von Wirtz nicht auszahle. Ex-Nationalspieler Ilkay Gündogan widerspricht diesen Aussagen vehement und stellt sich hinter Wirtz.
Gündogan (34) kann die jüngsten Vorwürfe gegen Wirtz, die sich vor allem auf dessen vermeintliche Formschwäche beziehen, nicht nachvollziehen. In einem Artikel der BILD äußerte er: „Ich würde mir wünschen, dass die Analysen tiefer gehen und nicht nur auf die bloßen Assists und Tore geschaut wird. Wer die herausragende Qualität von Flo nicht sieht, versteht wirklich wenig von Fußball.“ Zudem fügte er hinzu: „Es ist völlig überzogen, jetzt schon von einem Transferflop zu sprechen.“
Wirtz wechselte im vergangenen Sommer für ein Gesamtpaket von bis zu 150 Millionen Euro von Bayer 04 Leverkusen zu Liverpool. Nach seinen ersten Wochen bei den Reds hat sich jedoch die Kritik gehäuft, die ihm vor allem eine Formschwäche attestiert. Gündogan räumt ein: „Bei der hohen Ablösesumme war es klar, dass es in England schnell laut werden kann – das sind leider die Mechanismen des Geschäfts. Flo kann jedoch nichts dafür, dass er so viel gekostet hat.“
Dennoch ist es nachvollziehbar, dass hohe Erwartungen an Wirtz gestellt werden, gesteht Gündogan. Er betont jedoch auch: „Ich habe gelesen, dass kein Premier-League-Spieler über alle Wettbewerbe hinweg bisher mehr Chancen kreiert hat als Flo.“ Das stimmt tatsächlich – kein anderer Spieler hat in der höchsten englischen Spielklasse bislang mehr potenzielle Tore vorbereitet. Gündogan ist sich sicher, „dass auch die Tore und Assists bald kommen werden – wenn nicht im Oktober, dann eben ab November.“
Wie Wirtz wagte auch Gündogan einst den Schritt von Deutschland nach England. 2016 verließ er Borussia Dortmund in Richtung Manchester City, wo Schwarzgelb damals knapp 30 Millionen Euro für seinen Wechsel erhielt. Gündogan verbrachte anschließend sieben Jahre bei den Skyblues, bevor er 2023 für ein Jahr zum FC Barcelona wechselte. 2024 holte City ihn jedoch zurück, sodass der 34-Jährige eine weitere Saison im Team von Pep Guardiola spielte. Insgesamt absolvierte er wettbewerbsübergreifend 358 Pflichtspiele für den Premier-League-Klub, bevor er sich Galatasaray Istanbul anschloss. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit neunzigplus)