Intensives Derby: Mönchengladbach besiegt Köln mit 3:1
Das Derby elektrisierte das Rheinland! Im Duell mit ihrem Erzrivalen zeigten die Kölner jedoch nicht ihre beste Leistung und mussten sich am Ende den Fohlen geschlagen geben.
Mönchengladbach – Trotz 65 Prozent Ballbesitz für den FC und 14:9 Torschüssen jubelten die kalten Gastgeber, da die Kölner Angriffe nicht zwingend genug waren. Für die Borussia war es der erste Heimsieg seit Ende März. Das Spiel war insgesamt intensiv, mit drei Elfmetern und viel VAR-Frust auf Seiten der Kölner.
„Es ist unglücklich. So wie das 3:0 fällt, tut es weh. Der Spielverlauf war einfach unglücklich. Nachdem es vielleicht letzte Woche etwas glücklich für uns war, war es heute auf jeden Fall unglücklich für uns“, sagte Marius Bülter nach dem Schlusspfiff.
Der FC war in der ersten Hälfte dominant und hatte 60 Prozent Ballbesitz. Doch klare Chancen blieben aus; Marius Bülter und Said El Mala prüften lediglich Borussias Schlussmann Moritz Nicolas. Die auf Konter lauernden Fohlen hatten insgesamt mehr Torschüsse (5:3). Kurz vor der Pause wurde es dann hitzig und turbulent.
Kristoffer Lund foulte Franck Honorat im Strafraum etwas ungestüm. Schiedsrichter Deniz Aytekin ließ zunächst weiterspielen, wurde jedoch vom VAR Benjamin Cortus vor den Bildschirm zitiert. Es wurde ein Elfmeter gegeben, doch Haris Tabakovic scheiterte am starken FC-Keeper Marvin Schwäbe. Ob der VAR hier wirklich hätte eingreifen müssen, wird heiß diskutiert, und Lothar Matthäus (64) übte Kritik.
Wer jedoch dachte, es gehe mit 0:0 in die Pause, wurde eines Besseren belehrt. Die folgende Ecke konnten die Kölner nicht verteidigen. Marius Bülter und Joel Schmied verloren das Kopfballduell gegen Rocco Reitz, und Eric Martel klärte den Ball direkt vor die Füße von Philipp Sander, dessen Schuss im Netz landete (45.+3).
In der zweiten Halbzeit rettete Schwäbe weit vor dem Tor gegen Honorat – das hätte sonst das 0:2 sein können. Aytekin musste das Spiel aufgrund von Pyro-Rauch unterbrechen, bis wieder klare Sicht herrschte. Doch die Kölner verloren den Überblick. In der 61. Minute sprang Unglücksrabe Lund der Ball im Strafraum an die Hand. Aytekin wurde erneut zum Monitor geschickt und entschied auf Elfmeter.
Kevin Diks verwandelte, obwohl Schwäbe noch dran war. 0:2! Köln erholte sich nicht mehr. Auf der Bank war Kwasniok oft laut und frustriert. El Mala, der zur Halbzeit ausgewechselt wurde, saß mit heruntergezogener Kapuze da. Er musste dann den haarsträubenden Fehler von Cenk mitansehen, den Tabakovic zum 3:0 nutzen konnte. Gladbach jubelte, während Köln frustriert war.
Emotional wurde es auch, als Johannesson im Strafraum der Fohlen fiel. Diks beschimpfte ihn, und die Kölner Sebulonsen und Ache stürmten herbei – es kam zu einer Rudelbildung. In der Nachspielzeit konnte der eingewechselte Luca Waldschmidt per Elfmeter nur noch für Ergebniskosmetik sorgen.
Kwasniok veränderte seine Startelf im Vergleich zum 4:1-Sieg gegen den Hamburger SV auf zwei Positionen. Marius Bülter und Said El Mala durften starten, während Ragnar Ache und Linton Maina auf die Bank mussten.
So startete der FC im Derby: Schwäbe – Schmied, Martel, Özkacar – Kaminski, Johannesson, Huseinbasic, Lund – Kainz – Bülter, El Mala.