Interview mit Oliver Hüsing: Nachwuchsarbeit beim SV Werder Bremen

Interview mit Oliver Hüsing: Nachwuchsarbeit beim SV Werder Bremen

Oliver Hüsing, der Leiter des Leistungszentrums des SV Werder Bremen, sprach in einem Interview mit DeichStube über seine Rolle und die Entwicklung der Bremer Talente.

In Bremen empfing Hüsing die DeichStube mit guter Laune und großer Vorfreude auf das Gespräch, für das er sich fast eine Stunde Zeit nahm. Der 33-jährige Ex-Profi diskutierte die aktuellen Top-Talente von Werder und deren ersten Schritte in der Bundesliga. Zudem äußerte er sich zu potenziellen Nachrückern aus dem Leistungszentrum. Der zweite Teil des Interviews wird über die Osterfeiertage veröffentlicht und behandelt die Entwicklungen im Leistungszentrum, die Trainersuche, die Kaderplanung sowie seine eigene Zukunft.

Auf die Frage, wie sehr ihn die Arbeit abends müde mache, antwortete Hüsing: „Gerade im März und April ist es eine interessante Phase, da der Saisonwechsel bevorsteht. Es gibt viele spannende Themen, seien es Spieler oder Personalfragen im Leistungszentrum, sowie Infrastruktur- und Budgetplanung für die kommende Saison.”

Hüsing betonte, dass die Komplexität seiner Arbeit weiterhin hoch sei. „Ich habe das Gefühl, dass die Themen sogar zugenommen haben. Ich habe mich daran gewöhnt und sorge dafür, dass ich ausreichend Sport mache und frische Luft bekomme. Am Ende des Tages fühlt es sich an, als wäre mein Kopf wie ein vollgesogener Schwamm.”

Auf die Frage nach seinem aktuellen Gefühl bezüglich der Talente, die in die erste Mannschaft aufrücken, sagte er: „Stolz wäre nicht der richtige Ausdruck. Ich empfinde große Freude darüber, dass die Jungs so gut spielen. Aber ich möchte betonen, dass dies nicht nur mein Verdienst ist; viele andere Menschen hier im Verein haben einen großen Anteil daran.”

Hüsing erklärte, dass die Jugendförderung nicht mit dem Profifußball verglichen werden kann. „In der Jugend steht die Entwicklung über allem. Das sollte unser Hauptkriterium sein. Gleichzeitig müssen wir den Anspruch haben, jedes Spiel gewinnen zu wollen. Beides kann parallel existieren.”

Auf die Frage, welche Talente als nächste in die Bundesliga aufsteigen könnten, antwortete er: „Ich traue einigen Spielern zu, den Sprung zu schaffen, aber ich möchte keine Namen nennen.”

Besonders hob er Karim Coulibaly hervor, dessen fußballerische Qualitäten und Ruhe auf dem Platz ihn beeindruckten. „Er spielt Fußball ohne sich von Gerüchten ablenken zu lassen, was eine große Stärke ist.”

Hüsing äußerte auch seine positive Einschätzung zu Mio Backhaus, der als Verkaufskandidat gilt, und Stefan Smarkalev, einem weiteren Torwarttalent aus dem Leistungszentrum. „Stefan ist ein extrovertierter und aktiver Spieler, der auf einem guten Weg ist.”

Das vereinsinterne Testspiel der Profis gegen die U23 bezeichnete Hüsing als wertvolle Gelegenheit für die Talente, sich zu beweisen. „Es ist eine Bühne, die dir geboten wird, und eine großartige Chance, auf sich aufmerksam zu machen.”

Abschließend äußerte er sich zu Kevin Manthey, dessen Vertrag im Sommer ausläuft: „Er hat ein spannendes Profil, aber es gibt noch Bereiche, in denen er sich verbessern kann.”

Hüsing schloss mit der Feststellung, dass Werder Bremen durch die Entwicklung junger Talente und deren Fortschritte in der Bundesliga weiterhin attraktiv für neue Spieler bleibt.

Topics

Related news