Iranische Nationalmannschaft und WM-Teilnahme trotz Konflikt
Die USA und der Iran befinden sich in einem bewaffneten Konflikt. Dennoch stellt sich die Frage, ob die iranische Nationalmannschaft an der bevorstehenden Weltmeisterschaft teilnehmen wird. Aus Washington werden nun konkrete Informationen erwartet.
In Miami hält die Welt den Atem an, während stündlich neue alarmierende Nachrichten über den anhaltenden Konflikt im Nahen Osten eintreffen. US-Präsident Donald Trump äußerte sich nun zur Teilnahme der iranischen Nationalmannschaft, nachdem er mit FIFA-Präsident Gianni Infantino zusammengetroffen war. Trump gab tatsächlich detaillierte Informationen preis.
Infantino erklärte nach dem Treffen: „Präsident Trump betonte, dass die iranische Mannschaft selbstverständlich herzlich eingeladen ist, am Turnier in den Vereinigten Staaten teilzunehmen.“ Der FIFA-Präsident fügte hinzu: „Wir alle benötigen ein Ereignis wie die FIFA-Weltmeisterschaft, um die Menschen mehr denn je zusammenzubringen.“
Der Iran hatte sich bereits im März 2025 für die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko qualifiziert und war eine der ersten Mannschaften, die den Platz sicherte. Alle drei Gruppenspiele der Gruppe G gegen Neuseeland, Belgien und Ägypten finden in den USA statt, wobei der Iran am 16. Juni in Los Angeles gegen Neuseeland spielt.
Ob es jedoch tatsächlich dazu kommt, bleibt abzuwarten. Die Äußerungen von Mehdi Tadsch, dem Präsidenten des iranischen Fußball-Verbandes (FFI), klangen gegenüber der Nachrichtenagentur Isna etwas anders: „Welcher vernünftige Mensch würde seine Nationalmannschaft in die USA schicken, wenn es bei der WM ähnlich politisch zugehen sollte wie in Australien?“
Mit dieser Bemerkung spielte Tadsch auf die Kontroversen an, die das iranische Frauenteam beim derzeit stattfindenden Asien Cup ausgelöst hat. Dort sorgte ein Hymnen-Boykott für erhebliche Aufregung, und in der Heimat des Teams wurden den iranischen Frauen sogar Hochverrat vorgeworfen. Experten befürchten nach wie vor gravierende Konsequenzen für die Spielerinnen bei ihrer Rückkehr.
Aus diesem Grund haben mittlerweile sechs Spielerinnen und ein weiteres Mitglied des Stabs erfolgreich Asyl in Australien beantragt. Sie nahmen das Angebot der australischen Regierung für humanitäre Visa an und werden nicht in ihre Heimat zurückkehren. Stattdessen legten sie als eine der ersten Amtshandlungen ihre Kopftücher ab.