Jamal Musiala und die kreative Werbung von Beats by Dre während der WM

Jamal Musiala und die kreative Werbung von Beats by Dre während der WM

Die abgeklebten Kopfhörer von Jamal Musiala haben im Internet für Aufsehen gesorgt. Nun hat die Marke Beats by Dre die strengen FIFA-Regeln zu ihrem Vorteil genutzt.

Winston-Salem – Musik spielt für Jamal Musiala, so der 23-Jährige, eine zentrale Rolle in seinem Leben. Er hört nicht nur in seiner Freizeit Musik, sondern auch vor den Spielen. So auch vor dem 7:1-Auftaktsieg der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft gegen Curacao. Während der Platzbesichtigung trug Musiala Kopfhörer der Marke Beats by Dre. Der talentierte Dribbler ist offizielles Werbegesicht des Kopfhörer-Herstellers. Ein Problem aus Sicht der FIFA: Die Marke gehört seit 2014 zu Apple und zählt somit nicht zu den offiziellen Sponsoren des Fußball-Weltverbands.

Deshalb war der Offensivspieler gezwungen, das Logo seines Sponsors abzukleben. Bei Verstößen gegen die Werberegeln kennt FIFA-Präsident Gianni Infantino keine Gnade. Doch anstatt sich über die strengen Vorschriften der FIFA zu ärgern, nutzte der Kopfhörer-Hersteller die Situation clever aus: Sie vermarkten die Kopfhörer nun mit einem weißen Tape-Streifen, den Musiala anbringen musste. Sogar auf der Instagram-Seite wird das Logo mit einem abgeklebten B dargestellt, und das erste Foto im Feed zeigt Musiala mit den abgeklebten Kopfhörern. „Vorsicht, Spoiler: Es ist ein B“, kommentiert das Unternehmen unter dem Bild von Musiala.

Musialas Sponsor ist mit diesem Werbe-Dilemma nicht allein – auch mehrere Austragungsorte sind von den strengen FIFA-Vorgaben betroffen. Zahlreiche bekannte Stadien mussten während des Turniers ihre Namen ändern: Das MetLife Stadium heißt nun „New York New Jersey Stadium“, das Levi’s Stadium wurde zum „San Francisco Bay Area Stadium“ und das SoFi Stadium trägt den Namen „Los Angeles Stadium“.

Besonders viel Aufmerksamkeit erhielt der Vorfall in San Francisco. Der Sponsor Levi’s war gezwungen, sein riesiges Markenzeichen am Stadion auf Anordnung der FIFA zu verhüllen. Die Firma reagierte jedoch kreativ und verwandelte die Zwangslage in einen PR-Coup – ähnlich wie der Sponsor von Musiala: Eine große weiße Abdeckung verdeckte den Namen, während Levi’s gleichzeitig seine Social-Media-Logos anpasste. Diese clevere Werbemaßnahme verbreitete sich im Internet rasend schnell und verschaffte dem Unternehmen genau die Publicity, die der Weltverband ursprünglich verhindern wollte.

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