Jérôme Boateng sagt Hospitanz beim FC Bayern ab

Jérôme Boateng sagt Hospitanz beim FC Bayern ab

München – Die geplante Hospitanz von Jérôme Boateng beim FC Bayern sorgte zuletzt für Aufregung rund um den deutschen Rekordmeister. Nach massiven Fanprotesten kündigten der Weltmeister von 2014 und der Klub am vergangenen Wochenende das Ende des Praktikums unter Vincent Kompany an. Doch kam die Entscheidung tatsächlich von Boateng?

„Jérôme fühlt sich dem FC Bayern sehr verbunden und möchte nicht, dass der FC Bayern aufgrund der aktuellen kontroversen Diskussion um seine Person Schaden nimmt“, heißt es in einem offiziellen Statement. Kurz zuvor hatte Boateng bereits über Instagram bekannt gegeben, dass er aufgrund der „jüngsten Diskussionen um meine Person“ auf die Hospitanz verzichten werde. Eine noble Geste? Ex-Bayern-Profi Mario Basler äußert gegenüber Absolut Fussball, dem Fußball-Portal von Home of Sports, Zweifel an dieser Darstellung.

„Vielleicht hat auch der FC Bayern gesagt, dass es keinen Sinn macht. Die Fans sind gegen dich, sie gehen auf die Barrikaden, und wir wollen Ruhe haben“, vermutet Basler. „Es läuft gerade super beim FC Bayern, und damit wäre viel Unruhe ins Team gekommen. Vielleicht haben sich beide Seiten darauf verständigt.“

Die Proteste der Bayern-Fans waren unübersehbar. Beim Bundesliga-Klassiker gegen Dortmund und in der Champions League gegen Brügge hatten die Anhänger mit Transparenten gegen Boateng demonstriert. Basler warnte daraufhin den Verein vor einer Rückkehr des Spielers. Hintergrund ist ein Gerichtsurteil aus Juli 2024, das Boateng wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 200.000 Euro verurteilte.

Basler zeigt Verständnis für beide Seiten: „Man sieht, die Fans haben mittlerweile einen gewissen Einfluss, auch bei Bayern München. Es gibt Leute, die sagen, er muss eine Chance bekommen, und es gibt andere, die sagen: Nein, was er gemacht hat, ist nicht akzeptabel.“

Boateng hat seine Spielerkarriere im Sommer beendet und strebt eine Laufbahn als Trainer an. Die Hospitanz sollte ihm helfen, praktische Erfahrungen zu sammeln. „Letztendlich ist es eine gute Entscheidung, dass Jérôme nicht hingeht“, fasst Basler zusammen. Die wahren Beweggründe für die Absage bleiben jedoch unklar – war es wirklich Boatengs Altruismus oder doch Druck vom Verein?

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