Jobe Bellingham: Trainer Kovač verteidigt Youngster gegen Medienkritik
Jobe Bellingham steht im Mittelpunkt der Medienberichterstattung. Trainer Niko Kovač nahm nun Stellung und stellte sich hinter den jungen Spieler.
Kopenhagen – Bellingham bleibt das zentrale Thema bei Borussia Dortmund. Der 20-jährige Engländer wurde für 30 Millionen Euro als Königstransfer verpflichtet, doch sein Start verlief enttäuschend. In der Partie gegen Kopenhagen setzte Kovač den Kapitän der englischen U21-Nationalmannschaft erstmals in der Startelf ein und sprach vor dem Anpfiff bei DAZN über die Unruhe rund um den Neuzugang.
Kovač verteidigte seinen Schützling mit deutlichen Worten: „Ich weiß, dass der Nachname Bellingham ein enormes Medieninteresse weckt. Wir sollten den Jungen in Ruhe lassen. Er hat große Qualitäten, und ich bin sehr zufrieden mit ihm. Er wird seinen Weg gehen.“ Der kroatische Trainer machte deutlich, dass er trotz kritischer Stimmen Vertrauen in den jungen Spieler hat.
Besonders das Spiel gegen Bayern sorgte für Kontroversen, als Bellingham den Ball nicht rechtzeitig aus dem Strafraum bekam, was zu einem Tor von Olise führte. Kovač stellte sich schützend vor seinen Spieler: „Er kam nach dem Spiel zu mir und sagte: ‚Das ist mein Ding.‘ Ich habe ihm geantwortet: ‚Nein, du stehst genau richtig. Da musst du als Sechser stehen.‘ Wir haben in dieser Saison einige Gegentreffer kassiert, aber nur dieses eine wird so thematisiert. Das finde ich ein wenig merkwürdig und nicht korrekt.“
Der BVB-Trainer betonte sein Vertrauen in Bellingham mit den Worten: „Ich habe ihm gesagt, dass er heute spielt, weil er das kann und weil ich vollstes Vertrauen in ihn habe.“ Diese Unterstützung ist entscheidend, denn der junge Engländer kann nur durch regelmäßige Einsätze Sicherheit und Selbstvertrauen gewinnen. Auch die Vereinsführung ist sich bewusst, dass Geduld gefragt ist, besonders da das Verhältnis zu seinem Vater Mark bereits angespannt ist.
Bellingham zahlte das Vertrauen in der Champions League zurück. Mit einer starken Leistung beim 4:2-Sieg in Kopenhagen erhielt er sogar ein Sonderlob von Kovač: „Die Mannschaft hat in der zweiten Hälfte sehr gut gespielt. Ich muss Jobe hervorheben, denn er hat heute ein sehr gutes Spiel gemacht.“ Die UEFA schreibt dem Youngster sogar zwei Assists zu.
Auch Harry Kane zeigte sich nach dem Spiel gegen Bayern als Mentor für den jungen Kollegen. Der Bayern-Kapitän suchte das Gespräch mit Bellingham: „Ich habe ihm gesagt, er soll weiterhin das tun, was er bisher gemacht hat, und hart arbeiten. Er ist ein großartiger Spieler mit viel Potenzial. Seine Zukunft ist vielversprechend, er muss einfach weiter hart arbeiten.“ Kane weiß aus eigener Erfahrung, dass Geduld ein Teil des Lernprozesses auf höchstem Niveau ist.