Jonas Hofmanns Rückschlag bei Bayer Leverkusen

Jonas Hofmanns Rückschlag bei Bayer Leverkusen

Jonas Hofmann strebte danach, bei Bayer Leverkusen das nächste Level zu erreichen. Anfangs schien es, als würde ihm dies gelingen, doch der ehemalige Gladbach-Star sieht sich nun einem Rückschlag gegenüber.

Mönchengladbach – Im Mai 2024 gab es keinen Grund zur Rechtfertigung für Hofmann. Der Wechsel von Borussia Mönchengladbach zu Bayer Leverkusen im Sommer 2023 kam für viele überraschend, doch der Rechtsaußen erhielt eine Chance, die sich möglicherweise nicht wiederholen würde.

In Leverkusen wurde heimlich eine bemerkenswerte Mannschaft aufgebaut. Unter der Leitung von Cheftrainer Xabi Alonso, der auf die Fähigkeiten von Spielern wie Granit Xhaka und Florian Wirtz setzen konnte, feierte die Werkself in der Saison 2023/24 ihre erste Meisterschaft sowie das erste Double in der Vereinsgeschichte – ohne auf nationaler Ebene ein einziges Spiel zu verlieren.

Die einzige Mannschaft, die die Werkself besiegen konnte, war Atalanta Bergamo, die im Europa-League-Finale mit 3:0 triumphierte und damit die Träume von Hofmann und Leverkusen vom kleinen Triple zunichte machte. In diesem Spiel verbrachte Hofmann 90 Minuten auf der Bank.

Im darauffolgenden DFB-Pokal-Finale gegen den 1. FC Kaiserslautern kam der Ex-Gladbach-Spieler nur für 45 Minuten zum Einsatz. Dies war ein Vorzeichen für die folgende Saison, in der er lediglich 651 Spielminuten sammeln konnte. Hätte Xabi Alonso in Leverkusen geblieben, hätte Hofmann möglicherweise einen Wechsel angestrebt. Da der Erfolgstrainer jedoch zu Real Madrid wechselte, wagte der frühere deutsche Nationalspieler einen neuen Anlauf.

Seit der Double-Saison hat Hofmann jedoch Schwierigkeiten, Fuß zu fassen. Im August zog sich der 33-Jährige während der Saisoneröffnung gegen den Pisa SC eine Oberschenkelverletzung zu und hat seitdem keine Pflichtspielminute absolviert. Der neue Trainer Erik ten Hag wurde bereits am 1. September entlassen, was die Situation für Hofmann zusätzlich erschwerte.

Als Bayer Leverkusen seinen Kader für die bevorstehende Champions-League-Saison bekannt gab, wurde der Routinier nicht aufgeführt. In der vergangenen Saison hatte Hofmann immerhin vier Spiele in der Königsklasse mit über 130 Minuten Spielzeit, doch in der neuen Saison wird er vor der Winterpause keine einzige Minute spielen. Nach der Winterpause besteht die Möglichkeit, ihn nachzunominieren.

Im vergangenen Transfersommer hat Bayer 04 mehrere Leistungsträger verloren, doch die Perspektive für Hofmann hat sich kaum verbessert. Mit Malik Tillman, Ibrahim Maza, Eliesse Ben Seghir und Claudio Echeverri hat er nun vier neue, deutlich jüngere Konkurrenten. Auch Nathan Tella und Ernest Poku sind in diesem Kontext nicht zu vergessen.

Hofmann hat einen Vertrag bis 2027 in Leverkusen. Ob er diesen erfüllen kann, hängt entscheidend davon ab, welche Rolle er unter dem zukünftigen Trainer einnehmen wird. Eine weitere Saison auf der Bank wird ihn sicherlich unzufrieden zurücklassen. In Gladbach hingegen denkt niemand mehr an seine früheren Verdienste, da Franck Honorat seit zwei Jahren die rechte Außenbahn belebt.

Topics

Related news