Julia Simic und Marcell Jansen über das Sechzehntelfinale gegen Paraguay
Julia Simic und Marcell Jansen äußern sich zum bevorstehenden Sechzehntelfinale der deutschen Nationalmannschaft gegen Paraguay, diskutieren ihre bevorzugten Aufstellungen und warnen vor den Stärken der Südamerikaner.
München – Heute waren Julia Simic und Marcell Jansen zu Gast in der Live-Sendung „Die WM-WG“ von Absolut Fussball (powered by IPPEN.MEDIA). Sie sprachen über das Sechzehntelfinale der DFB-Elf gegen Paraguay, mögliche Aufstellungen sowie die Stärken und Schwächen der paraguayischen Mannschaft. Hier sind einige der bemerkenswertesten Zitate:
Simic über ihr Gefühl vor dem Spiel gegen Paraguay: „Ich bin zwiegespalten. Ich habe sie live gesehen und die Bedingungen im letzten Gruppenspiel waren alles andere als optimal. Ich denke, wir werden Veränderungen sehen müssen. Die Formation und die Statik der Mannschaft müssen angepasst werden. Uns hat besonders im Durchsetzungsvermögen und in der Physis etwas gefehlt. Die Balance stimmt noch nicht ganz.“
Zu ihrer idealen Startelf gegen Paraguay sagt sie: „Im Tor sollte es keine Veränderung geben. So schlecht, wie er zuletzt dargestellt wurde, ist er nicht. Nene Brown würde ich wieder auf links setzen. Auf der rechten Seite wäre die Überraschung Waldemar Anton. Ich würde das Mittelfeld mit Kimmich verändern. Anpassungen sind notwendig, und ich halte das für eine sinnvolle Entscheidung. Nmecha und Pavlovic bleiben, weil ihre Robustheit und Zweikampfstärke uns guttun. Ich setze Leweling ein, da ich mir von ihm mehr Aktionsfrequenz erhoffe als von Leroy Sané. Vorne bleibe ich bei Havertz.“
Über den Gegner Paraguay äußert sich Jansen: „Die Qualifikation spricht für sich. Paraguay wird eine physisch starke Mannschaft sein, die defensiv fokussiert ist. Sie sind besonders robust, da sie wissen, dass die Deutschen damit Schwierigkeiten haben. Offensiv erwarte ich von Paraguay nicht allzu viel. Ich hoffe auf einen sehr offensiven Ansatz unsererseits.“
Zur Routine an einem Spieltag sagt Simic: „Es ist schon eine Weile her, aber Abendspiele waren immer davon geprägt, dass der Nachmittag gut gestaltet wird. Man isst viel, muss aber auch Impulse setzen. Einige Spieler möchten in Ruhe gelassen werden. Ich war jemand, der sich etwa zwei Stunden vor dem Spiel fokussiert hat, wobei mir eine gewisse Leichtigkeit auch gut getan hat.“
Jansen teilt sein Gefühl vor dem Spiel: „Ich stimme Julia zu. Die Balance zwischen Defensive und Offensive stimmt nicht. Dennoch kommt mit Paraguay eine Mannschaft, die meiner Meinung nach nicht so stark ist wie Ecuador oder die Elfenbeinküste. Unser Anspruch sollte es sein, das Spiel zu gewinnen.“
Zu seiner idealen Startelf erklärt Jansen: „Es geht nicht um die Einzelnamen, sondern um die Grundstatik. Ich habe den Kader nochmals betrachtet und finde, dass wir eine gute Besetzung für eine Dreierkette haben. Wir haben hervorragende Innenverteidiger. Mit Kimmich und Nmecha in der Mitte hätten wir die Chance, Leweling und Brown auf den Außenpositionen einzusetzen, während Wirtz hinter zwei Spitzen agieren könnte. Mit Undav und Havertz hätten wir dann eine andere Boxbesetzung. Julian Nagelsmann ist, finde ich, den einfachen Weg gegangen, indem er die besten elf Einzelspieler aufgestellt hat. Wir benötigen jedoch die beste Mannschaftsaufstellung.“
Jansen ergänzt seine Einschätzung zum Gegner Paraguay: „Ich glaube, man hat gegen die Elfenbeinküste gesehen, wann sich die Statik geändert hat, nämlich nach den Einwechslungen in der 60. Minute. Das ist genau das, was wir von Anfang an brauchen. Wir haben hoffentlich aus der Gruppenphase gelernt und sollten dominant ins Spiel gehen. Es hängt natürlich auch von der Fitness ab, um die ‘Geilheit’ auf das Tor zu haben. Wenn wir das so umsetzen wie nach den Einwechslungen gegen die Elfenbeinküste, wird es ein gutes Spiel für uns.“
Zu seinen Ritualen vor einem Spiel sagt Jansen: „In den letzten 20 bis 30 Minuten vor dem Aufwärmen hatte ich einige Rituale. Ich habe meine Schuhe nochmals angeschaut und ein paar Dinge vorbereitet. Lange Tage mochte ich immer, aber das ist typbedingt. Man hat sich vorbereitet, Videomaterial vom Gegner angesehen, aber versucht, das Ganze locker zu halten, da die totale Fokussierung mit dem Aufwärmen und dem Anstoß sowieso kommt.“