Jürgen Klinsmann kritisiert den deutschen Fußball nach WM 2026
Deutschland hat bei der WM 2026 enttäuscht. Der ehemalige Bundestrainer Jürgen Klinsmann äußert sich nun kritisch zu Joshua Kimmich und dem DFB-Team.
USA – Wochen nach dem enttäuschenden Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft gegen Paraguay bei der WM 2026 bleibt die Situation des DFB-Teams ein heiß diskutiertes Thema in der Fußballwelt. Zahlreiche Experten und ehemalige Profis, darunter Ex-Nationalspieler Cacau, haben bereits Stellung bezogen. Jetzt hat auch Jürgen Klinsmann, ein weiterer ehemaliger Nationalspieler, die Situation des DFB-Teams kommentiert und dabei deutliche Kritik geübt.
Der 61-Jährige sieht den deutschen Fußball in einer kritischen Lage, wie er in einem Interview mit Sport1 erklärte. „Wir sind im Mittelmaß angekommen. Wir haben mit der Weltspitze absolut gar nichts zu tun“, so Klinsmann über die deutsche Nationalmannschaft. Dies sei besonders enttäuschend, da Deutschland bereits bei der dritten Weltmeisterschaft in Folge enttäuscht habe.
„Das geht einfach nicht! Da müssen wir uns dafür schämen und eingestehen, dass bei den vergangenen Weltmeisterschaften viel, viel falsch gemacht wurde“, kritisierte Klinsmann. Er scherzte mit seinen italienischen Freunden: „Vielleicht ist es besser, gar nicht zur WM zu gehen, als sofort nach Hause zu fahren“, so der 61-Jährige gegenüber dem SID. Vor dem Turnier hatte er noch einen Titelanspruch für das DFB-Team gefordert.
Trotz der aktuellen Lage blickt der frühere Weltklasse-Stürmer, der von 2004 bis 2006 selbst Bundestrainer war, optimistisch in die Zukunft. Dies liegt auch an dem designierten DFB-Coach Jürgen Klopp, der voraussichtlich auf Julian Nagelsmann folgen wird. Die Verhandlungen sollen sich bereits in der finalen Phase befinden, und laut Sky-Informationen könnte der Deal bereits in der kommenden Woche abgeschlossen werden.
„Er ist ein Typ, der so einen Neuanfang starten kann. Er hat die Energie und die positive Art. Aber wir fangen relativ weit unten an“, spricht Klinsmann klar für den ehemaligen Liverpool-Trainer aus. „Wenn man Kloppo haben kann und er es machen will, dann wäre das natürlich wirklich toll. Da wäre ich tausendprozentig dahinter“, äußerte er sich gegenüber dem SID.