Jürgen Klopp als Favorit für das Bundestraineramt

Jürgen Klopp als Favorit für das Bundestraineramt

Jürgen Klopp gilt als Favorit für das Amt des Bundestrainers. Der ehemalige Profi Per Mertesacker hat sich zu den laufenden Vertragsverhandlungen zwischen dem DFB und Klopp geäußert und appelliert an den 59-Jährigen, auf ein hohes Gehalt zu verzichten. "Besonders in der jetzigen Situation braucht es viele Denker und Lenker, die gerne zum DFB kommen und wirklich etwas verändern möchten. Natürlich zahlen Clubs und RB-Konzerne viel mehr Geld", erklärte der frühere Innenverteidiger im ZDF.

„Ich glaube, es ist wichtig, dass man sich bei einem solchen Amt wohlfühlt und gerne für den DFB arbeiten möchte“, betonte Mertesacker weiter. Klopp wird als wahrscheinlichster Nachfolger von Julian Nagelsmann gehandelt, der in der vergangenen Woche zurückgetreten ist.

DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke hatte zuvor im ZDF einen „Patriotismus-Abschlag“ von Klopp gefordert. Der ehemalige Cheftrainer von Borussia Dortmund steht derzeit bei Red Bull unter Vertrag und müsste für das Amt des Bundestrainers voraussichtlich Abstriche bei seinem Gehalt machen.

Mertesacker betonte ebenfalls, dass er bei einem Engagement für den DFB Gehaltsabstriche in Kauf nehmen würde. Der 41-Jährige wird als potenzielles neues Puzzlestück in der Umstrukturierung des Deutschen Fußballverbands angesehen. Uli Hoeneß hob im Gespräch mit der Bild hervor, dass Klopp mit seiner großen internationalen Erfahrung gut in ein mögliches Team passen würde: „Er hat immer gezeigt, wie gut er mit Menschen umgehen kann.“

TV-Experte Christoph Kramer äußerte währenddessen, dass ein Deal zwischen dem DFB und Klopp zwar wahrscheinlich sei, jedoch aufgrund externer Faktoren viel Zeit in Anspruch nehmen könnte. „Es geht auch um zahlreiche Werbeverträge. Jürgen Klopp hat beispielsweise Verträge mit Adidas und Opel, während der DFB bald mit Nike und VW zusammenarbeitet. All dies spielt eine Rolle und kostet viel Geld“, erklärte er im ZDF.

Expertin Friederike Kromp hält es sogar für möglich, dass die Gespräche zwischen Klopp und dem DFB scheitern könnten. „Ich denke, dass es theoretisch scheitern kann, da, wie die Experten erklärt haben, unfassbar viel davon abhängt. Viel mehr, als man als Laie vermuten würde“, betonte Kromp im ZDF.

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