Jürgen Klopp als möglicher Bundestrainer – Erwartungen gedämpft

Jürgen Klopp als möglicher Bundestrainer – Erwartungen gedämpft

Jürgen Klopp könnte in naher Zukunft neuer Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft werden. Diese Entscheidung erscheint nach der WM 2026, die für die deutsche Mannschaft bereits nach dem Sechzehntelfinale endete, als logisch. Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund, dämpft jedoch die Erwartungen.

Die Enttäuschung über das frühe Ausscheiden gegen Paraguay sitzt noch tief. Bundestrainer Julian Nagelsmann hat bereits seinen Rücktritt erklärt, und Klopp wird als sein möglicher Nachfolger gehandelt. Die offizielle Bestätigung dürfte nicht mehr lange auf sich warten lassen. Doch wie bewertet Watzke diese Entwicklung?

Watzke, der zusammen mit Klopp zwei deutsche Meisterschaften mit Borussia Dortmund gewonnen hat, ist grundsätzlich der Meinung, dass Klopp gut zum Amt des Bundestrainers passt. „Er macht Spieler besser, definitiv. Es wird wohl körperbetonter, intensiver und rustikaler zugehen“, äußerte er sich optimistisch. Allerdings bereitet ihm die weit verbreitete Annahme Sorgen, dass Klopps Engagement beim DFB bereits sicher sei.

Watzke schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass der 59-Jährige bald Nagelsmanns Nachfolge antritt, auf „über 50 Prozent“. Der Grund dafür ist, dass Klopp derzeit noch bei Red Bull unter Vertrag steht, wo er als Global Head of Soccer tätig ist. „Das ist definitiv noch nicht abgehakt. Das muss man im Hinblick auf sein Engagement bei RB auch so sehen“, erklärte der Liga-Präsident und DFB-Vize.

Klopp hat einen Vertrag mit Red Bull, der bis zum Sommer 2029 gültig ist. Watzke bezeichnete ihn als „Masterplan A“, betonte jedoch, dass der DFB in der Vergangenheit oft fälschlicherweise von einer sicheren Personalentscheidung ausgegangen sei. Gemeinsam mit DFB-Präsident Bernd Neuendorf steht bald eine Reise in die USA an, um weitere Gespräche zu führen.

Wie hoch könnte die Ablösesumme ausfallen? „Probleme sind dazu da, sie zu lösen. Wir haben natürlich unsere Schmerzgrenze. Einen leichten Patriotismus-Abschlag erwarten wir dann, oder ich speziell von Jürgen auch“, sagte er schmunzelnd im ZDF. Der Wunschtrainer steht bereit – nur die Unterschrift unter dem vorbereiteten Vertrag fehlt noch.

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