Jürgen Klopp ändert Meinung zu Trinkpausen bei der WM 2026

Jürgen Klopp ändert Meinung zu Trinkpausen bei der WM 2026

Die Trinkpausen bei der WM 2026 stehen in der Kritik. Jürgen Klopp hat seine Ansichten zu dieser neu eingeführten Regel offenbar innerhalb weniger Tage grundlegend geändert.

In Houston äußerte Klopp am Mittwochabend vor dem Spiel zwischen England und Kroatien (4:2) in seiner Funktion als Experte für MagentaTV: „Ich weiß, es ist eine unpopuläre Meinung: Ich hätte es geliebt. Ich wollte immer Auszeiten.“ Er zog einen Vergleich zu seiner Zeit als Cheftrainer.

„Meine Auszeit war die Halbzeit, ich hätte gerne ein, zwei mehr gehabt. Deshalb mag ich es, dass es auch dafür genutzt wird“, fügte der 59-Jährige hinzu. Allerdings betonte er, dass es „nicht in jedem Spiel, in jedem Land, zu jeder Jahreszeit eine Trinkpause“ benötige. „Aber über ein Timeout wäre ich bereit, sehr positiv zu diskutieren.“ Vor wenigen Tagen hatte Klopp noch eine ganz andere Meinung vertreten.

Er kritisierte die Regel, die von der FIFA für die WM eingeführt wurde, scharf: „Der Fußball wird von Managern in klimatisierten Büros als Geisel gehalten.“ Klopp hinterfragte, wem die Pausen eigentlich dienen – den Spielern, den Fans oder den Werbetreibenden? Zuvor hatte er sich gegen Unterbrechungen ausgesprochen und bemängelt, dass die Werbeanteile während der Pausen überhandnehmen.

„Ein WM-Spiel sollte wie ein Fluss fließen. Stattdessen bauen wir mitten hinein Dämme, um Werbung zu zeigen. Früher war der Fußball das Hauptereignis, aber jetzt droht er, zur Hintergrundmusik zu werden“, erklärte der ehemalige Trainer von Borussia Dortmund und Liverpool. Auch andere Experten und Spieler wie Virgil van Dijk haben bereits ihre Unzufriedenheit über die Trinkpausen geäußert.

Die FIFA führte die Regel ursprünglich ein, um den Spielern in der teils extremen Hitze der USA, Kanada und Mexiko eine Pause zu gönnen. Allerdings scheint dies nur ein Nebenaspekt zu sein. So wurde im Spiel zwischen Ghana und Panama (1:0) selbst bei 19 Grad und Dauerregen an den Trinkpausen festgehalten, was im Stadion für Unmut sorgte.

Die Fans vermuten mittlerweile wirtschaftliche Interessen hinter der Regel, da die Fernsehsender in den jeweils drei Minuten häufig Werbung schalten. Ungeachtet der lauten Kritik scheint Klopp die umstrittene Regel nun positiver zu sehen, während die FIFA trotz der Bedenken weiterhin an ihrem Vorhaben festhält.

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