Jürgen Klopp mit Walther-Bensemann-Preis ausgezeichnet
Nürnberg/Dortmund – Jürgen Klopp wurde am vergangenen Freitag für seine herausragenden Verdienste als Führungspersönlichkeit im Fußball mit dem Walther-Bensemann-Preis der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur ausgezeichnet. Diese Ehrung würdigt nicht nur seine Rolle als Trainer, sondern auch sein Engagement für menschliche Werte.
„Er verkörpert parallel zu seinem Superstar-Status absolut authentisch die Liebe zu den Wurzeln des Spiels und steht konsequent für eine hohe Wertschätzung des Fußballs als Mittel der interkulturellen Verständigung im Sinne Bensemanns“, erklärte Thiemo Müller, Redakteur des kicker, im Namen der Jury.
In seiner Laudatio hob Müller besonders Klopps Fähigkeiten als Humanist, Humorist und Brückenbauer hervor. Ein bekanntes Zitat von Klopp verdeutlicht seine Philosophie: „Manche sammeln Titel, ich sammle Beziehungen.“ Während der Gala in der Nürnberger Tafelhalle nahm der 58-Jährige die Auszeichnung mit Freude entgegen: „Ich bin ein sehr, sehr stolzer Preisträger heute Abend“, so Klopp.
In seiner Dankesrede konnte sich Klopp jedoch einen kleinen Seitenhieb gegen seine ehemaligen Weggefährten Christian Heidel und Aki Watzke nicht verkneifen. Auf die Aufforderung, dass der Mainzer Sport-Vorstand und sein früherer BVB-Boss sich erheben sollten, antwortete Klopp humorvoll: „Nee, die kommen nicht mehr hoch in ihrem Alter.“
Der bevorstehende Wechsel Anfang 2025 in den bei Fans umstrittenen Red-Bull-Kosmos spielte bei der Auszeichnung keine Rolle. „Jürgen Klopp wird als Persönlichkeit und für seine persönlichen Verdienste geehrt, unabhängig von der aktuellen Wahl seines Arbeitsplatzes“, hatte Müller im Vorfeld betont.
Der Walther-Bensemann-Preis wird seit 2006 im Rahmen des Deutschen Fußball-Kulturpreises verliehen und zeichnet Personen aus, die im Sinne der Völkerverständigung Außergewöhnliches für den Fußball geleistet haben. Der Preis ist nach Walther Bensemann benannt, dem Gründer des kicker und einem Pionier des Fußballs.