Jürgen Klopp vor möglichem Engagement als Bundestrainer

Jürgen Klopp vor möglichem Engagement als Bundestrainer

Jürgen Klopp steht kurz davor, als neuer Bundestrainer zu fungieren. Allerdings gibt es unterschiedliche Meinungen zu seiner möglichen Verpflichtung.

Deutschland – Jürgen Klopp könnte bald die Rolle des Bundestrainers übernehmen und beim DFB eine kleine Revolution einleiten. Erste Gespräche in New York zwischen dem 59-Jährigen sowie DFB-Präsident Bernd Neuendorf und DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke verliefen äußerst positiv. Der DFB bestätigte am Dienstagnachmittag die konstruktiven Gespräche mit Klopp.

Klopp gilt als Wunschkandidat für die Position des Bundestrainers. Auch der ehemalige Bayern-Star Thomas Müller hat sich kürzlich für eine Verpflichtung des ehemaligen Trainers von Liverpool und Borussia Dortmund ausgesprochen. Doch nicht alle sind uneingeschränkt begeistert. Der entscheidende Punkt ist nicht Klopps sportliche Qualifikation, sondern seine aktuelle Rolle bei Red Bull. Selbst als Bundestrainer soll der 59-Jährige weiterhin als Markenbotschafter für das Unternehmen tätig bleiben.

Nach Informationen des SID äußern mehrere Verbandspräsidenten Bedenken gegenüber dieser Doppelfunktion und sind nicht einverstanden damit, dass Klopp gleichzeitig als Bundestrainer und Markenbotschafter für Red Bull agiert. Genau dieses Modell scheint jedoch die bevorzugte Lösung des DFB zu sein, um eine hohe Ablösesumme für Klopp zu vermeiden.

„Als Fußballfan und Mitglied des FC St. Pauli habe ich Klopps Engagement bei Red Bull nie verstanden; Geld kann es ja eigentlich nicht mehr sein“, äußerte Uwe Döring, der als Präsident des Schleswig-Holsteinischen Fußball-Verbandes (SHFV) sprach und nicht im Namen des DFB handelte.

Des Weiteren wurden Bedenken hinsichtlich Klopps Unabhängigkeit geäußert. Kritiker fragen sich, wie glaubwürdig ein Bundestrainer sein kann, der gleichzeitig für Red Bull tätig ist, insbesondere wenn mehrere Spieler von RB Leipzig regelmäßig für die Nationalmannschaft nominiert werden. Eine derart enge Verbindung, wie es ein Funktionär formulierte, hatte bereits der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger als „völliges No-Go“ bezeichnet.

Zusätzlich stellen die hohen Abfindungen für den zurückgetretenen Julian Nagelsmann und das kolportierte Jahresgehalt von über sieben Millionen Euro für Klopp einen weiteren Kritikpunkt dar. Der allgemeine Tenor lautet: Nur weil der DFB – dank des ab 2027 geltenden Nike-Vertrags – finanziell besser dasteht, sollte der Verband nicht gleich großzügig mit Geld umgehen.

Trotz dieser kritischen Stimmen steht Klopps Unterschrift beim DFB offenbar kurz bevor. Die letzte Hürde ist die Auflösung seines Vertrags mit Red Bull. Sobald dies geklärt ist, muss die Verpflichtung nur noch von den zuständigen DFB-Gremien offiziell genehmigt werden. Die Gespräche zwischen Klopp und dem DFB sollen in der kommenden Woche fortgesetzt werden.

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