Jürgen Klopps Engagement bei Red Bull und seine Rolle als Bundestrainer

Jürgen Klopps Engagement bei Red Bull und seine Rolle als Bundestrainer

München – Wie wird Jürgen Klopp als neuer Bundestrainer in Deutschland wahrgenommen? Welche Reaktionen gibt es zu den Berichten, dass Klopp auch nach seiner möglichen Unterschrift beim DFB als Markenbotschafter für Red Bull tätig bleiben könnte? In der täglichen YouTube-Show „Die WM-WG“ von Absolut Fussball, unterstützt von IPPEN.MEDIA, hat Podcaster Basti Red seine klare Meinung zu diesen Themen geäußert.

Über Jürgen Klopp als neuen Bundestrainer sagte er: „Hätte man mich vor zwei oder drei Jahren gefragt, bevor er zu Red Bull ging, wäre ich wirklich begeistert gewesen. Das war meine Wunschvorstellung über viele Jahre hinweg. Ich bin nach wie vor überzeugt, dass das klappen kann. Allerdings hat er durch die Red-Bull-Geschichte etwas an Ansehen verloren.“

Zu den Berichten, dass Klopp auch als Bundestrainer weiterhin mit Red Bull verbunden sein wird, äußerte er: „Dieser Handel hat schon fast mafiöse Strukturen: ‚Hey, du musst mir kein Geld geben, aber vielleicht fordere ich an der ein oder anderen Stelle einen Gefallen ein.‘ Ich glaube, dass der DFB das in seiner finanziellen Notsituation unterschätzt. Aktive Fußballfans haben nach wie vor ein Problem mit Red Bull.“

Bezüglich möglicher Spieler aus Frankfurt, die unter Klopp eine Rolle spielen könnten, sagte er: „Ich glaube, Younes Ebnoutalib könnte ein Spieler sein, der gut zu Jürgen Klopp passt. Er hat eine beeindruckende Physis und ist ein junger Spieler, den man nicht sofort auf dem Schirm hat. Klopp hat gezeigt, dass er aus solchen Spielern absolute Führungspersönlichkeiten machen kann.“

Zu Jonathan Burkhardts Chancen unter Klopp bemerkte er: „Ich hoffe, dass Johnny Burkhardt zunächst in Frankfurt ankommt. Dann können wir weitersehen. Er ist eher ein klassischer Stürmer, aber seine Fähigkeiten im Pressing könnten ihm zugutekommen, da Klopp solche Spieler schätzt.“

Zur zunehmenden Kommerzialisierung der WM sagte er: „Ich habe mich an die FIFA gewöhnt, auch aus Selbstschutz. Die naive Hoffnung, dass sich etwas ändern könnte, habe ich aufgegeben. Wer hätte gedacht, dass man irgendwann sagt, Sepp Blatter sei im Vergleich zu Infantino fast ein integerer Mann? Das beschreibt die Situation ziemlich gut.“

Zur möglichen WM-Erweiterung auf 64 Teams äußerte er: „Das würde ich sogar begrüßen. Zurückdrehen können wir es sowieso nicht, also sollte man es so gestalten, dass nur die ersten beiden Teams aus jeder Gruppe weiterkommen, ohne das System der besten Dritten.“

Über Trinkpausen in der Bundesliga meinte er: „Wenn man das in der Bundesliga einführen wollte, hätte man schnell mehr Tennisbälle auf dem Platz als Werbeflächen zu verkaufen. Ich habe das Gefühl, dass es in der Bundesliga zumindest noch ein Gegengewicht gibt, das sagt: Bis hierhin und nicht weiter. Bei Weltmeisterschaften ist das nicht mehr der Fall; da beobachtet man nur noch von außen mit einer gewissen Faszination.“

Zur Art, die WM zu verfolgen, sagte er: „Man merkt, dass man das Turnier auch wie ein kleines Kind betrachtet. Es ist eine WM – und wenn das Spiel beginnt, versuche ich, gewisse Dinge auszublenden. Aber spätestens mit der Balogun-Geschichte und der Roten Karte wird man wieder in die Realität zurückgeholt. Das hat nichts mehr mit dem zu tun, was man sich wünscht.“

Über eine mögliche Versöhnung mit dem DFB-Team erklärte er: „Ich war ein wenig im Hype bezüglich Klopp. Aber wenn die nächste Nachricht lautet, dass Red Bull sehr eng beteiligt bleibt, bin ich raus. Das ist für mich ein No-Go, und dann bin ich nicht mehr dabei.“

Bezüglich der EM 2028 in Großbritannien und Irland sagte er: „Ein Turnier im UK mit den dortigen Fangruppen ist auf jeden Fall etwas, das ich spannend finde und worauf ich Lust habe. Ich habe auch schon gesagt: Falls ihr irgendwelche Shows plant, ich bin in diesem Monat nicht verfügbar.“

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