Karim Adeyemi: Wechsel zu FC Barcelona zeichnet sich ab
Die Anzeichen für einen Wechsel von Karim Adeyemi zum FC Barcelona verdichten sich. Dabei gibt es sowohl Vor- als auch Nachteile für alle Beteiligten.
In Dortmund ist ein Wechsel im Gespräch, der sich in letzter Zeit abgezeichnet hat. Karim Adeyemi plant, Borussia Dortmund zu verlassen, um sich dem FC Barcelona anzuschließen. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge haben sich die Katalanen und der Offensivspieler bereits geeinigt, jedoch gibt es noch Unstimmigkeiten bezüglich der Ablösesumme. Was bedeutet dieser mögliche Deal für die Beteiligten und wo liegen die Herausforderungen?
Die Situation ist für Adeyemi offensichtlich: Die Einigung mit Barcelona soll schnell zustande gekommen sein, da er unbedingt für den amtierenden Meister spielen möchte. Zudem könnte er Hansi Flick wiedersehen, mit dem er bereits während seiner Zeit in der deutschen Nationalmannschaft zusammenarbeitete. Dies würde ihm den Übergang zu seiner ersten Station außerhalb des deutschen Sprachraums erleichtern.
Dennoch könnte Adeyemi bei Barcelona auf eine schwierige Eingewöhnung angewiesen sein. Ein Stammplatz in der hochkarätigen Mannschaft scheint auf den ersten Blick unwahrscheinlich. Auf dem linken Flügel konkurriert er mit dem neu verpflichteten Anthony Gordon und Raphinha, während auf der rechten Seite das spanische Supertalent Lamine Yamal wartet. Lediglich in der Sturmspitze könnte er mit Ferran Torres auf Augenhöhe konkurrieren.
Für Barcelona ist Adeyemi jedoch nahezu die perfekte Lösung, unabhängig davon, ob er als eingeplanter Backup oder als Startelfkandidat fungiert. Sollte Flick, wie in der vergangenen Saison, mit einem Stürmer und einer offensiven Dreierreihe spielen, hat er mit Adeyemi einen vielseitigen Spieler, der alle vier Positionen einnehmen kann. Zudem ist der Deutsche im Vergleich zu anderen Optionen relativ günstig; laut spanischen Medien ist Borussia Dortmund ab 30 Millionen Euro gesprächsbereit.
Der Wunsch der Dortmunder orientiert sich an der Ablösesumme, die sie im Sommer 2022 für Adeyemi an Salzburg gezahlt haben. Dieser Betrag betrug 30 Millionen Euro. Mit Adeyemi kam nicht nur fußballerische Qualität nach Dortmund, sondern auch immer wieder Unruhe um den gebürtigen Münchner.
Der größte Vorteil eines Abgangs von Adeyemi für Borussia Dortmund könnte darin liegen, dass sie ein Jahr vor Vertragsende noch gutes Geld mit einem Spieler verdienen können, der häufig in den Schlagzeilen steht – ob durch eigene Fehler oder durch die Medien. Gleichzeitig könnte der Wechsel für Adeyemi die Chance bieten, dem deutschen Rampenlicht zu entfliehen, dem er es kaum recht machen kann.
Die Abhängigkeit der Dortmunder von der Qualität eines Karim Adeyemi wurde in der Schlussphase der letzten Saison deutlich. In den vier Spielen, in denen Adeyemi fehlte, holte der BVB nur drei Punkte. Sportdirektor Ole Book plant zudem Verstärkungen im Sturmzentrum, und die Einnahmen aus einem Adeyemi-Transfer könnten hilfreich sein. Darüber hinaus wird ein Rechtsverteidiger benötigt, der möglicherweise in Barcelonas Hector Fort gefunden worden sein soll. Laut Mundo Deportivo könnte dieser Spieler im Rahmen des Transfers von Adeyemi in die Verhandlungen einbezogen werden.