Kingsley Coman über seinen Wechsel nach Saudi-Arabien
München – Kingsley Coman hat im Sommer den FC Bayern verlassen und ist in die Saudi-Pro League gewechselt. Nach einer langen Zeit beim Rekordmeister kam dieser Transfer für viele überraschend, da Bayern sich entschloss, den Spieler abzugeben, um finanzielle Mittel zu generieren und Gehaltskosten zu sparen. Der Abgang wurde jedoch als riskant angesehen, da Coman nicht ersetzt wurde und der Kader offensiv als zu dünn gilt. Bislang scheint sich diese Entscheidung jedoch auszuzahlen, da auch junge Spieler wie Lennart Karl und Wisdom Mike Einsatzzeiten erhalten haben.
In der Saudi-Pro League läuft es für Coman gut, und er wurde kürzlich für die französische Nationalmannschaft nominiert, mit dem Ziel, sich frühzeitig für die nächsten großen Turniere zu qualifizieren. In einem Interview mit L’Equipe gab Coman Einblicke in die Umstände seines Wechsels vom FC Bayern.
„Am Ende des Transfers gab es Faktoren, die die Situation komplizierten – die ich hier nicht näher erläutern möchte. Ich wurde nicht gedrängt, aber mir wurde zu verstehen gegeben, dass der Verein aufgrund seiner finanziellen Lage offen für einen Wechsel war. Ich hatte die Unterstützung des Trainers, der Fans und einiger Vorstandsmitglieder, jedoch nicht von allen“, erklärte der Offensivspieler. „Es gab einen Teil des Vereins, der mich gehen sehen wollte, und das hat mich sehr beschäftigt. Dennoch plane ich, zurückzukehren, um mich zu verabschieden, da ich fast zehn Jahre dort verbracht habe und der Verein mir sehr am Herzen liegt.“
Dies deutet darauf hin, dass Coman mit der Art und Weise seines Abgangs unzufrieden war, jedoch keinen Groll gegen den FC Bayern hegt. Es bleibt abzuwarten, ob dieses Thema erneut zur Sprache kommt, wenn der Franzose schließlich verabschiedet wird. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit neunzigplus)