Ko Itakura: Borussia Mönchengladbachs Königstransfer im Rückblick

Ko Itakura: Borussia Mönchengladbachs Königstransfer im Rückblick

Der Abgang von Ko Itakura wurde als Königstransfer von Borussia Mönchengladbach gefeiert, doch die Erwartungen wurden nicht erfüllt.

In Mönchengladbach atmete man Anfang August auf, als Ko Itakura für 10,5 Millionen Euro zu Ajax Amsterdam wechselte und damit wichtige finanzielle Mittel einbrachte. Obwohl ein Transfer in dieser Größenordnung erwartet wurde, dauerte es länger als erhofft, bis der Wechsel abgeschlossen war.

Über Itakura, dem großen Interesse nachgesagt wurde, blieb es lange Zeit still. Er galt als wertvollster Verkaufskandidat, dessen Abgang die Verpflichtung von Shuto Machino ermöglichen sollte. Machino kam letztendlich, nachdem Alassane Pléa im Juli zu PSV Eindhoven gewechselt war.

PSV Eindhoven hatte ebenfalls Interesse an Itakura, doch der damalige Sport-Geschäftsführer Roland Virkus konnte lediglich eine Anfrage bestätigen. Letztendlich wechselte der Innenverteidiger nach Amsterdam, und es wurde nun bekannt, warum Eindhoven von einem Transfer Abstand nahm.

Die vereinseigene Dokumentation „Ever change a Winning Team“ gibt Einblicke in die Diskussionen zur Nachfolge des zu Brighton & Hove Albion gewechselten Olivier Boscagli. Die Wahl fiel auf den 20-jährigen Yarek Gasiorowski, einen spanischen U21-Nationalspieler aus der Jugend des FC Valencia.

PSV überwies rund zehn Millionen Euro an den FC Valencia, um Gasiorowski zu verpflichten. Itakura wäre für einen ähnlichen Preis verfügbar gewesen, doch die Vereinsführung hielt ein Investment in seinen Transfer für fragwürdig. „Wenn es um Wertschöpfung geht, ist Gasiorowski meiner Meinung nach einfach interessanter“, erklärte der Technische Direktor Earnie Stewart.

Der Verzicht auf Itakura wurde damit begründet, dass sein Wiederverkaufswert geringer sei als der von Gasiorowski. Mit 28 Jahren befindet sich Itakura im besten Fußballeralter und bietet weniger Entwicklungspotenzial, was nicht in das Konzept von PSV passt, das auf jüngere Spieler wie Paul Wanner (19), Ruben van Bommel (21) und Ricardo Pepi (22) setzt.

„Es kann immer eine Phase kommen, in der es mal nicht so gut läuft. Dann ist der Wert, den man auf dem Platz hat, entscheidend“, sagte Geschäftsführer Marcel Brands. Itakura habe „einen gewissen Wert“, doch dieser könne weder die Ablösesumme noch „den verbleibenden Restwert“ rechtfertigen. Offensichtlich sahen auch andere Klubs dies ähnlich, sonst hätte ein Wettbieten begonnen.

Für Gladbach sind diese Äußerungen ein Warnsignal. Der Klub hat in den vergangenen Jahren versäumt, genügend Spieler so zu entwickeln, dass potenzielle Abnehmer in ihnen einen sportlichen und finanziellen Mehrwert erkennen. Der neue Sportchef Rouven Schröder hat in der Vergangenheit bewiesen, dass er dies leisten kann. Bei Borussia muss er dieses Kunststück erneut vollbringen.

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