Konkurrenzkampf im zentralen Mittelfeld des FC Bayern

Konkurrenzkampf im zentralen Mittelfeld des FC Bayern

Beim FC Bayern München wird seit Wochen über die vermeintlich zu geringe Kadergröße diskutiert. Auf einer Position jedoch hat Trainer Vincent Kompany ein Luxusproblem.

Obwohl der FC Bayern in dieser Bundesliga-Saison noch kein einziges Spiel absolviert hat, wird der Kader von Trainer Vincent Kompany bereits heftig kritisiert. Fans und Experten äußern Bedenken über die Größe, die Tiefe und die Qualität des Kaders, insbesondere in Anbetracht der Abgänge von Schlüsselspielern.

Dennoch könnte sich in den kommenden Wochen auf einer Position ein spannender Konkurrenzkampf entwickeln. In der Offensive stehen Kompany derzeit lediglich vier erfahrene Profis sowie die Talente Lennart Karl und Jonah Kusi-Asare zur Verfügung. An anderer Stelle hingegen gibt es einen Überfluss an Optionen.

Im zentralen Mittelfeld kämpfen gleich vier Stars um zwei Plätze. Joshua Kimmich ist unter Kompany jedoch unangefochten gesetzt, was bedeutet, dass Leon Goretzka, Aleksandar Pavlović und Tom Bischof um den Platz an der Seite des DFB-Kapitäns streiten.

Der junge Pavlović hat Anfang der Woche erstmals wieder große Teile des Mannschaftstrainings absolviert und könnte rechtzeitig zum Saisonauftakt am Freitag (20:30 Uhr) gegen RB Leipzig in der Allianz Arena wieder einsatzbereit sein. Vor etwa drei Wochen zog sich der 21-Jährige im Training einen Augenhöhlenbruch zu und fiel seitdem aus.

Neuzugang Bischof, der vor der Klub-WM von der TSG Hoffenheim nach München wechselte, hat in der kurzen Vorbereitungszeit ebenfalls gezeigt, dass er eine ernsthafte Option für Kompany sein kann. Zudem steht dem Bayern-Coach ein nahezu runderneuerter Goretzka zur Verfügung, was die Auswahl für Kompany weiter vergrößert.

In den kommenden Wochen könnte Kompany vor der Herausforderung stehen, aus mehreren talentierten Spielern im Mittelfeld die beste Kombination zu wählen. Je nach Gegner kann er das Duo neben Kimmich variieren. Gegen spielstarke Teams, die viel Defensivarbeit erfordern, wird Goretzka wahrscheinlich die erste Wahl sein. Der DFB-Star hat sich von einem klassischen Box-to-Box-Spieler zu einem defensiveren Sechser entwickelt.

Pavlović hingegen wird oft dann eingesetzt, wenn Kompany auf die spielerischen Fähigkeiten neben Kimmich setzt. Er ist besonders gefragt, wenn es gegen weniger robuste und spielerisch schwächere Teams geht – oder wenn er verletzungsfrei bleibt. Mit Bischof kommt nun ein weiteres vielversprechendes Talent hinzu.

Der 20-Jährige hat das Profil eines offensiven Mittelfeldspielers, auch wenn ihm die Torgefährlichkeit noch fehlt. Dennoch passt Bischof gut in die Spielidee von Kompany, der mit dem defensiven Mittelfeldspieler João Palhinha nicht viel anfangen konnte und diesen nach nur einem Jahr wieder abgegeben hat.

Fakt ist, dass Kompany in der kommenden Saison je nach Gegner und Spielsituation sein Mittelfeld flexibel gestalten kann, da er für jede Rolle an der Seite von Joshua Kimmich einen alternativen Spieler zur Verfügung hat. Es bleibt spannend zu beobachten, welcher der drei Stars künftig eine maßgebliche Rolle neben dem Dreh- und Angelpunkt Kimmich einnehmen wird.

Fest steht: Das zentrale Mittelfeld des FC Bayern ist weder zu dünn besetzt noch mangelt es an Tiefe, besonders wenn man bedenkt, dass auch Konrad Laimer dort spielen könnte. Darüber dürfen sich die Fans und Experten freuen – und natürlich auch Vincent Kompany.

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