Kontroversen um Baloguns Sperre bei der WM

Kontroversen um Baloguns Sperre bei der WM

Die Aufhebung der Sperre für den US-Star Folarin Balogun sorgt für ein starkes Medienecho. Kritische Stimmen richten sich sowohl gegen US-Präsident Donald Trump als auch gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino.

Seattle – Seit dem Abend des 5. Juli steht die Fußballwelt im Zeichen des Skandals rund um Donald Trump und die FIFA. Trotz einer roten Karte im WM-Sechzehntelfinale, die Balogun nach einem Foul erhielt, darf er nun im Achtelfinale gegen Belgien (Dienstag, 2 Uhr MESZ) spielen. Dies ist möglich geworden, nachdem Trump sich bei Infantino für die Rücknahme der Sperre eingesetzt hat.

Das Medienecho auf diese Entscheidung ist laut und deutlich. Zahlreiche Funktionäre und Experten haben sich bereits kritisch über das unübliche und regelwidrige Verhalten des Weltverbands und des US-Präsidenten geäußert. Auch die internationale Presse übt scharfe Kritik an den Beteiligten.

Die New York Times kommentiert: „Präsident Donald Trump war während dieser Weltmeisterschaft eine schwer fassbare Persönlichkeit. Bis zur Mitte der letzten Woche, als er Infantino anrief und um eine Überprüfung der Sperre für Balogun bat.“

CNN berichtet: „Die FIFA hat die Fußballwelt überrascht, indem sie Balogun am Montag die Spielberechtigung erteilte. Trumps Rolle steht nun im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.“

Die New York Post schreibt: „Er hat die Trump-Karte ausgespielt! Präsident Trump bat Infantino, die Sperre des US-Stars zu überprüfen, bevor der Verband überraschend bekanntgab, dass Balogun im entscheidenden Spiel gegen Belgien spielen dürfe.“

Het Laatste Nieuws hebt hervor: „Empörung bei der WM. Die FIFA hat die Sperre von Balogun aufgehoben, sodass der US-Stürmer nun gegen die Roten Teufel antreten darf. Bemerkenswert ist, dass Trump kurz vor dieser Entscheidung mit Infantino telefonierte und auf eine Überprüfung der Sperre drängte.“

Das Nieuwsblad berichtet: „Rudi Garcia hatte nicht mit dieser Wendung gerechnet. Team USA kann auf Balogun zurückgreifen. War der Stürmer nicht gesperrt? Nicht mehr – möglicherweise dank eines Anrufs von Trump.“

Die Daily Mail kritisiert: „Donald Trump und seine unterwürfige Marionette Infantino haben diese Weltmeisterschaft in eine Farce verwandelt, indem sie die Sperre für Balogun aufhoben. Jetzt wissen wir, dass es ein Regelwerk für die USA und ein anderes für alle anderen gibt.“

The Sun fügt hinzu: „Jetzt wissen wir, wie viel der FIFA die Integrität des Fußballs wirklich bedeutet: absolut nichts. Indem sie vor der Forderung des Weißen Hauses eingeknickt ist, hat die FIFA die Vorstellung, dass der Fußball an erster Stelle steht, für immer zerstört.“

The Telegraph bezeichnet die Situation als beschämend: „Für Infantino ist keine Demütigung zu peinlich, wenn es darum geht, dem Anführer der freien Welt zu schmeicheln. Balogun kommt gerade noch rechtzeitig davon – genau so, wie Trump es wollte.“

The Times fragt: „Warum haben die Leute eine so schlechte Meinung von der FIFA? Es hat fast einen Monat gedauert, aber am Sonntag hat der Fußball-Weltverband sein eigenes Turnier ruiniert.“

Le Parisien spekuliert: „Hätte sich Balogun jemals vorstellen können, im Mittelpunkt eines Anrufs von Trump zu stehen? Wahrscheinlich nicht.“

De Telegraaf spricht von einem riesigen Skandal: „Die ‚Rote-Karte-Affäre‘ ist eine große Sache: Der Handelsminister startete eine Offensive, Trump regelte die Sache mit Infantino.“

oe24.at warnt: „Trump-Eklat: Jetzt droht der Super-GAU bei der WM.“

Blick beschreibt die Entscheidung als einen historischen und skandalösen Eingriff in einen laufenden Wettbewerb: „Eine Rote Karte gehört zu den härtesten Sanktionen im Fußball. Wer eine Grenze überschreitet, muss die Konsequenzen tragen. Wird dieses Prinzip während einer Weltmeisterschaft aufgeweicht, stellt die FIFA nicht nur ihr eigenes Regelwerk infrage, sondern öffnet auch die Büchse der Pandora.“

Tages-Anzeiger äußert: „Das Fußballherz sagt: Es ist ein Skandal!“

Corriere dello Sport kritisiert: „Eine juristische Farce, die auf ganz anderen Voraussetzungen beruht. Sie schafft einen gefährlichen Präzedenzfall, der jahrelang etablierte Regeln aushebelt.“

Gazzetta dello Sport beschreibt die Entscheidung als überraschend und potenziell chaotisch: „Die FIFA hat die Sperre gegen Balogun aufgehoben.“

AS bezeichnet die Situation als den größten Skandal bei einer WM. Marca berichtet von einer ungewöhnlichen Maßnahme: „Die FIFA hebt Baloguns Rote Karte auf, und Trump bedankt sich.“ Aftonbladet resümiert: „So weit sind wir also gekommen; so läuft die Weltmeisterschaft heutzutage. Donald Trump gibt die Anweisungen; die FIFA setzt sie um.“

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