Kontroverses Tor für Dortmund: VAR versagt bei entscheidender Szene

Kontroverses Tor für Dortmund: VAR versagt bei entscheidender Szene

Zur Halbzeit sorgte eine Aktion von BVB-Stürmer Serhou Guirassy für viel Aufregung. Die VAR-Kameras erfassten eine klare Situation nicht, während eine TV-Kamera die Szene aufzeichnete.

Dortmund – Niklas Süle flankte, Julian Brandt nahm den Ball volley auf und erzielte das 1:0 für Borussia Dortmund im Duell gegen Mönchengladbach. Was zunächst wie ein schöner Treffer für die Schwarz-Gelben aussah, stellte sich wenige Minuten später als mögliche Fehlentscheidung heraus. Die entscheidende Aktion blieb jedoch weitgehend unbemerkt.

Während Süles Flanke von der halbrechten Seite in den Strafraum segelte, lieferte sich Guirassy einen intensiven Zweikampf mit Gladbachs Verteidiger Philipp Sander. Obwohl der Franzose in der Tor-Szene nicht direkt involviert war, hätte sein Foul geahndet werden müssen. Guirassy brachte Sander mit viel Kraft zu Fall und zog ihn am Trikot. Eigentlich eine klare Angelegenheit.

Doch Schiedsrichter Sven Jablonski ließ die Szene unbestraft, und auch der VAR griff nicht ein. Der Grund dafür war simpel: Keine der DFL-Stadionkameras hatte den Moment erfasst, im Gegensatz zu einer Beobachtungskamera des Pay-TV-Senders Sky an der Torauslinie.

Die Szene sorgte in der Halbzeitpause für viel Unverständnis. Auf der Plattform X (ehemals Twitter) äußerten zahlreiche Nutzer ihre Empörung über die nicht geahndete Aktion von Guirassy. „Das Brandt-Tor zählt, weil Fernsehbilder ein Foul besser aufklären können als die DFL-Kameras. Ein Armutszeugnis für den VAR“, kommentierte ein Nutzer. Ein anderer schrieb: „Wenn die nicht überall Kameras haben, kann man den VAR auch sein lassen, wenn Sky die Szene zeigt.“

Auch die TV-Experten reagierten irritiert auf das Nicht-Eingreifen des VAR. Ex-DFB-Spieler Shkodran Mustafi, der als Experte bei Sky tätig war, äußerte: „Für mich ist das ein ganz klares Foul.“ Markus Babbel, der als Experte bei Sat.1 arbeitete, versuchte ebenfalls, die kuriose Situation zu erklären. „An der Mittellinie wird das gepfiffen. Warum wurde das im Sechzehner nicht geahndet?“, fragte der Europameister von 1996 verwundert.

Die Tatsache, dass die TV-Kameras die Szene erfassen konnten, die VAR-Kameras jedoch nicht? „Für mich ist das kompletter Irrsinn“, so Babbel weiter am Sat.1-Mikrofon. Den BVB und Julian Brandt wird das wenig kümmern. Der 29-Jährige ist derzeit in bestechender Form und traf nach dem skandalösen Tor, das auf Guirassys Foul folgte, erneut, nachdem er zuvor gegen Bodö/Glimt in der Champions League einen Doppelpack erzielt hatte.

Topics

Related news