Kontroverses Verhalten nach Spiel zwischen Dortmund und St. Pauli

Kontroverses Verhalten nach Spiel zwischen Dortmund und St. Pauli

Nach dem Spiel gegen den FC St. Pauli stürmte der Vater von Jobe Bellingham in die Kabine, was von einer Fußballlegende scharf kritisiert wurde.

Dortmund – Borussia Dortmund hat die neue Saison besser als erwartet begonnen. Nach den ersten sechs Bundesliga-Spieltagen belegen die Schwarzgelben mit 14 Punkten den zweiten Platz in der Tabelle. In der Saison 2025/26 hat der BVB bisher kein einziges Pflichtspiel verloren, auch in der UEFA Champions League nicht. Somit zählt die Mannschaft von Chefcoach Niko Kovac zu den wenigen europäischen Topteams, die derzeit ungeschlagen sind.

Trotz des positiven Starts gab es bereits Spiele, die aus Dortmunder Sicht besser hätten verlaufen können. So verspielten die Borussen gegen Juventus Turin einen sicher geglaubten Sieg und endeten mit einem 4:4-Unentschieden. Auch gegen den FC St. Pauli kam der BVB nicht über ein Remis hinaus. Nach dem Spiel stürmte der Vater von Jobe Bellingham in die Kabine, um seine Unzufriedenheit über die Einsatzzeit seines Sohnes zum Ausdruck zu bringen. Diese Aktion wurde kürzlich von einer englischen Fußballlegende scharf kritisiert.

Sir Geoff Hurst (83) äußerte sich über das Verhalten von Mark Bellingham nach dem 3:3-Unentschieden gegen den FC St. Pauli. Laut einem Artikel in der Sport Bild sagte der Torschütze des legendären Wembley-Treffers im WM-Finale 1966: „Er hat sich beschwert, als sein Sohn in einem Spiel ausgewechselt wurde – und das ist ein absoluter Witz.“ Hurst fügte hinzu: „Wenn man so etwas nicht unterlässt, ist das eine absolute Schande.“

Der Hintergrund dieser kritischen Aussagen ist, dass Jobe Bellingham (20) im Bundesliga-Auftaktspiel des BVB gegen die Kiezkicker am 23. August bereits zur Halbzeit ausgewechselt wurde, während Dortmund mit 1:0 führte. Obwohl das Team von Niko Kovac zwischenzeitlich mit 3:1 in Führung ging, endete das Spiel schließlich mit einem 3:3-Unentschieden.

Mark Bellingham, der Vater von Jobe, zeigte sich über die Auswechslung sehr verärgert und stürmte nach dem Abpfiff in die Katakomben, um das Gespräch mit Kovac zu suchen. Er war der Meinung, dass sein Sohn zu früh ausgewechselt wurde. Dieses Verhalten sorgte schnell für negative Aufmerksamkeit, was dazu führte, dass BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl ihm ein Aufenthaltsverbot für den Kabinentrakt erteilte. „Das wird es nicht noch einmal geben“, äußerte sich der Klub-Boss damals.

Jobe Bellingham wechselte im vergangenen Sommer nach Dortmund. Berichten zufolge überwies der BVB rund 30 Millionen Euro an den AFC Sunderland, um sich seine Dienste zu sichern. Inklusive der FIFA Klub-WM absolvierte er bis jetzt 13 Pflichtspiele für seinen neuen Verein. Beim Turnier in den Vereinigten Staaten erzielte er jeweils ein Tor und bereitete ein weiteres vor. Bislang konnte er jedoch noch keine weiteren Scorerpunkte sammeln.

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