Kritik an BVB: Geschäftsführer Lars Ricken verteidigt Trainer Niko Kovac
In den letzten Tagen hat die Kritik an den Leistungen von Borussia Dortmund, insbesondere an Trainer Niko Kovac, deutlich zugenommen. Geschäftsführer Lars Ricken hat sich nun zu Wort gemeldet und Kovac entschieden verteidigt.
Nach einer Reihe durchwachsener Ergebnisse äußerte sich Ricken in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung und betonte: „Klar, in jeder Länderspielpause wird viel geschrieben. Wir bleiben da ganz entspannt. Denn: Wir alle beim BVB sind von Niko Kovac zu 100 Prozent überzeugt.“
Die Mannschaft erlebte zuletzt ein Wechselbad der Gefühle: einem 1:0-Sieg gegen den FC Augsburg folgte eine klare 1:4-Niederlage in der Champions League gegen Manchester City sowie ein spätes 1:1-Unentschieden beim Hamburger SV. Diese Ergebnisse führten zu Diskussionen über die Stabilität des Teams und die Arbeit von Kovac.
Ricken räumte ein, dass die Mannschaft nicht immer überzeugen konnte, relativierte jedoch die Kritik. „Wir haben uns über den späten Ausgleich in Hamburg geärgert. Wir wären gerne mit einem Sieg auf Platz zwei geklettert. Jetzt stehen wir auf Platz drei, aber auch damit stehen wir voll im Plan, auf einem Champions-League-Platz“, stellte er klar.
Er wies zudem auf die hohe Belastung durch das enge Spielprogramm hin: „Sechs von sieben Spielen fanden auswärts innerhalb von drei englischen Wochen statt – die Belastung war enorm hoch.“
Gleichzeitig hob Ricken die positiven Aspekte hervor: „In der Bundesliga haben wir die zweitwenigsten Tore kassiert, in der Champions League von 36 Mannschaften die drittmeisten Tore erzielt.“ Beispiele wie der 4:2-Sieg gegen den FC Kopenhagen oder der 1:0-Erfolg gegen den 1. FC Köln zeigen, dass die Mannschaft trotz der hohen Belastung ansprechende Leistungen erbringen kann.
Vor der Winterpause sei es entscheidend, die kommenden Spiele optimal zu nutzen. „Bis Ende Dezember spielen wir von acht Spielen sechsmal zu Hause“, so Ricken. „Mit unseren Fans im Rücken wollen wir maximal viele Punkte holen.“