Kritik an Jürgen Klopp wegen Red-Bull-Partnerschaft

Kritik an Jürgen Klopp wegen Red-Bull-Partnerschaft

Die Fans von Borussia Dortmund äußern scharfe Kritik an Jürgen Klopp aufgrund seiner Rolle in einer neuen Partnerschaft mit Red Bull.

Dortmund – Die Anhängerschaft von Borussia Dortmund ist alarmiert. Klopps Beteiligung an einer neuen Kooperation mit Red Bull ruft in Dortmund deutliche Bedenken hervor. Der Konzern hat seine Aktivitäten im internationalen Fußball weiter ausgedehnt, und der frühere BVB-Trainer Jürgen Klopp spielte eine entscheidende Rolle bei der jüngsten Partnerschaft mit dem ungarischen Erstligisten Újpest FC Budapest.

Ein Treffen zwischen dem Vereinspräsidenten Péter Ratatics und Red Bulls „Global Head of Soccer“ Jürgen Klopp fand kürzlich in New York statt, bei dem die Einzelheiten der Zusammenarbeit besprochen wurden. Diese Entwicklung sorgt nicht nur in Ungarn, sondern auch in Dortmund für Unmut. Die Fans von Borussia Dortmund beobachten den zunehmenden Einfluss des Unternehmens mit Skepsis. Ihre Kritik richtet sich direkt an Jürgen Klopp. In der Fanzine „Vorspiel“, die vor dem Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Köln (1:0) verteilt wurde, heißt es: „In der ungarischen Hauptstadt bahnt sich eine schlechte Neuigkeit an.“

Obwohl die BVB-Anhänger betonen, dass „eine solche Partnerschaft nicht gleichbedeutend mit einer Übernahme des Klubs durch den Brausekonzern ist“, warnen sie zugleich, „dass sie dennoch zeigt, wie dieser weiterhin versucht, seinen Einfluss im Fußball auszubauen.“

Die Kritik an Klopp hat insbesondere seit seiner Tätigkeit für Red Bull zugenommen. Für viele Fans steht der Konzern sinnbildlich für den kommerzialisierten, „modernen“ Fußball, der bei Traditionsvereinen auf Ablehnung stößt. Die Tatsache, dass der ehemalige Erfolgscoach von Dortmund, der zwischen 2008 und 2015 zwei Meisterschaften gewann, nun als Repräsentant von Red Bull auftritt, enttäuscht einen Teil der BVB-Anhängerschaft.

Auch in Budapest regt sich Widerstand. Die Ultra-Gruppierung Újpest Ultras 1992 erklärte in einem Statement: „Wir möchten unmissverständlich klarstellen, dass wir jede zukunftsweisende, rein sportfachlich begründete Partnerschaft unterstützen.“ Gleichzeitig betonten die Fans: „Wir wissen aus Salzburg, Leipzig usw. ganz genau, wie Red Bull abseits des Sportlichen vorgeht.“

Mit ihrer Wortmeldung im „Vorspiel“ bekräftigen auch die BVB-Fans ihre grundsätzliche Haltung. Sie sehen den wachsenden Einfluss von Red Bull im Fußball mit Sorge. Dass Jürgen Klopp dabei eine aktive Rolle spielt, sorgt in der Fanszene für große Verstimmung. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit bvbwld.de/)

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