Kritik von Crystal Palace Trainer Oliver Glasner am englischen Fußball-Verband
Der ehemalige Trainer von Eintracht Frankfurt, Oliver Glasner, sorgt mit seiner scharfen Kritik am englischen Fußball-Verband (EFL) für Aufsehen. Er bemängelt den fehlenden Respekt gegenüber der Conference League.
In den letzten Wochen wurde viel über die Zukunft des 51-Jährigen spekuliert, doch nun steht er erneut im Mittelpunkt der Berichterstattung. Trotz der Tatsache, dass die EFL ihm und seiner Mannschaft entgegengekommen ist, indem sie ein Pokalspiel gegen den FC Arsenal vom 16. auf den 23. Dezember verlegt hat, äußerte Glasner deutliche Bedenken.
Die Verlegung sollte den ohnehin engen Spielplan der „Eagles“ etwas entzerren. Andernfalls hätte Crystal Palace in nur einer Woche vier Spiele – zwei in der Liga, eines in der Conference League und das Duell im Pokal gegen Arsenal – absolvieren müssen, was kaum Zeit zur Regeneration gelassen hätte.
Statt sich über die Änderung zu freuen, sieht Glasner darin jedoch ein Zeichen für den mangelnden Respekt gegenüber der Conference League. „Die einzige Kritik, die ich an die EFL habe, ist, dass eine Runde verschoben wird, wenn ein Conference-League-Spiel stattfindet. Das zeigt einen Mangel an Respekt, denn so etwas würde niemals geschehen, wenn es um die Champions League oder Europa League ginge“, äußerte er.
Ursprünglich hatte Glasner mit Crystal Palace nach dem Gewinn des FA Cups die Qualifikation für die Europa League erreicht, jedoch wurde der Premier-League-Klub von der UEFA aus dem Wettbewerb ausgeschlossen. Der Grund dafür war US-Investor John Textor, der zu diesem Zeitpunkt bedeutende Anteile an Crystal Palace und Olympique Lyon hielt. Laut UEFA-Regularien dürfen Clubs nicht im selben Wettbewerb antreten, wenn eine Person über mehrere Vereine die entscheidende Kontrolle ausübt.
Somit bleibt Glasner und seinem Team nur die Teilnahme an der Conference League, was dennoch einen großen Erfolg für den Klub darstellt. Die vierfache Belastung stellt jedoch eine erhebliche Herausforderung dar, die sich im dichten Spielkalender von Palace bemerkbar macht. Nach Weihnachten stehen bis zum 10. Januar fünf weitere Partien an.
Obwohl Glasner seine Frustration über die Belastung seiner Mannschaft äußerte, kritisierte er die Anzahl der Spiele nicht. „Es zeigt, dass wir in vier Wettbewerben vertreten sind und diese Spiele wollen. Wir klagen niemals über die Anzahl der Spiele“, betonte der ehemalige Bundesliga-Trainer. Wie lange Glasner weiterhin über die Herausforderungen bei Crystal Palace klagen wird, bleibt abzuwarten.
Berichten zufolge plant er, den Klub im Sommer 2026 zu verlassen, wenn sein Vertrag endet, und hat der Geschäftsführung bereits seine Entscheidung mitgeteilt. Die monatelangen Bemühungen des Vereins, Glasner vorzeitig an sich zu binden, scheinen somit aussichtslos. Wohin es ihn nach seiner Zeit in London zieht, ist noch unklar, jedoch zeigen zahlreiche Top-Klubs Interesse.