Leroy Sané glänzt im Istanbuler Derby mit Doppelpack

Leroy Sané glänzt im Istanbuler Derby mit Doppelpack

Leroy Sané sah sich nach seinem Wechsel vom FC Bayern München zum türkischen Meister Galatasaray Istanbul heftiger Kritik ausgesetzt. Im Istanbuler Lokalderby zeigte er jedoch seine sportlichen Qualitäten.

Sané wechselte zur neuen Saison zu Galatasaray, um den negativen Schlagzeilen in Deutschland zu entkommen. Dieser Plan verlief zunächst nicht wie gewünscht. Nach einem mäßigen Saisonstart, der den hohen Erwartungen nicht gerecht wurde, saß er beim überraschenden 1:0-Sieg in der Champions League über den favorisierten FC Liverpool 90 Minuten lang auf der Bank.

Als er sich am letzten Oktoberfest-Wochenende mit Freunden vom FC Bayern feierte, wurde er von einigen Fans provoziert, was zu einer eskalierenden Situation führte. Bundestrainer Julian Nagelsmann, der ihn in der vergangenen Saison regelmäßig aufstellte, berücksichtigte Sané seit seinem Wechsel an den Bosporus nicht mehr. Obwohl Galatasaray in der türkischen Süper Lig ähnlich dominant wie Bayern in der Bundesliga auftritt, war Nagelsmann mit Sanés Beitrag (ein Tor in der Liga) offensichtlich unzufrieden.

Diese Situation könnte sich nun ändern. Im Stadtduell gegen Başakşehir, den Lieblingsverein von Staatschef Erdogan, erzielte Sané zwei Tore und wurde damit zum Matchwinner beim 2:1 (1:0) für Galatasaray. Dabei war ein deutscher Ex-Nationalspieler, Ilkay Gündogan, der Vorlagengeber. Sané traf zunächst in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit und wieder in der 61. Minute. Gündogan hatte Sanés ersten Treffer vorbereitet und sich zuletzt vehement für ihn gegen die Kritiker eingesetzt.

Für den ehemaligen Bayern-Spieler waren dies die Tore zwei und drei im Pflichtspiel für Galatasaray. Nach einem durchwachsenen Start sollte dieser Derby-Doppelpack auch ein wichtiges Signal für seine Situation in der Nationalmannschaft sein. Bestätigt Sané diese Leistung in den kommenden Spielen, wird Nagelsmann nicht mehr an ihm vorbeikommen, insbesondere da derzeit mehrere Offensivkräfte in den WM-Qualifikationsspielen ausfallen (Jamal Musiala, Kai Havertz, Tim Kleindienst) und Florian Wirtz aktuell außer Form ist.

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