Leroy Sané unter Druck vor WM-Start

Leroy Sané unter Druck vor WM-Start

Leroy Sané ist eine feste Größe im Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann. Didi Hamann fordert den Flügelspieler vor dem WM-Start zur Leistungssteigerung auf.

Chicago – Der Countdown zur WM läuft. Am Sonntag um 19 Uhr MESZ tritt Deutschland gegen Curacao an (hier geht es zu allen DFB-Spielen). Die Offensive bereitet jedoch auch nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Bayern-Talent Lennart Karl (Muskelbündelriss) Sorgen. Dies wurde beim mühevollen 2:1-Testspielsieg gegen das Gastgeberland USA deutlich.

„Viele Spieler sind derzeit nicht in Form. Havertz war lange verletzt, Woltemade hat keinen Lauf. Wirtz ist unser wichtigster Spieler, doch sein Selbstvertrauen ist nach einer schwachen Saison bei Liverpool angeknackst. Musiala hat seit seinem Comeback im Januar keine Akzente gesetzt“, äußert Didi Hamann (52) gegenüber der tz. „Undav ist gut drauf, wird aber nicht spielen. Mit Karl fällt auch der Spieler aus, der aus dem Nichts ein Tor hätte erzielen können. Das ist ein Verlust. Gnabry ist ebenfalls nicht dabei. Jetzt muss ein anderer Spieler die Verantwortung übernehmen.“

Der Vize-Weltmeister von 2002 nimmt Leroy Sané in die Pflicht. Der Flügelspieler von Galatasaray Istanbul, der häufig mit Leistungsschwankungen zu kämpfen hat, erzielte den Siegtreffer gegen die USA. „Wir wissen, dass Sané Spiele entscheiden kann. Ob er sein volles Potenzial abrufen kann, steht jedoch auf einem anderen Blatt. Er muss dies mehrfach hintereinander zeigen, wenn wir im Turnier weit kommen wollen“, meint Hamann.

„Abgesehen von seinem Tor war seine Leistung gegen die USA schwach. Doch aufgrund der begrenzten Optionen wird er sicherlich spielen. Bundestrainer Nagelsmann hat ihn stets unterstützt. Jetzt muss Sané liefern – jetzt oder nie! Spielmacher Wirtz benötigt schnelle Spieler um sich, um in Bestform zu sein. Die Frage wird sein, ob wir in den entscheidenden Spielen Tempo im Angriff haben. Woltemade, Havertz, Undav und Musiala sind nicht schnell. El Mala und Schade hätten Tempo, wurden jedoch nicht nominiert. Leweling ist ein Arbeiter, aber nicht der Typ, den man gegen tiefstehende Gegner bringt“, so Hamann weiter.

„Sané ist bereits 30 Jahre alt. Wir werden sehen, ob er seine Fähigkeiten noch auf den Platz bringen kann.“ Hamann ist der Meinung, dass Tempo in der Vorrunde noch nicht entscheidend sein wird: „Wir werden viel Ballbesitz haben. Curacao sollten wir schlagen. Wenn wir ein gutes Spiel abliefern und viele Tore erzielen, wird das Selbstvertrauen wachsen.“ Das wäre ein guter Anfang.

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