Linton Maina feiert Startelf-Premiere gegen VfB Stuttgart
Nach langer Wartezeit feierte Linton Maina bei der 1:2-Niederlage gegen den VfB Stuttgart endlich seine lang ersehnte Premiere in der Startelf dieser Saison.
Köln – Nachdem der unumstrittene Aufstiegsheld im Spiel gegen Wolfsburg nicht einmal im Kader stand, verdiente er sich durch gute Trainingsleistungen und eine überzeugende Einwechslung in Leipzig die Chance, von Beginn an zu spielen.
Allerdings musste Maina auf der für ihn ungewohnten Position des Schienenspielers im 3-4-2-1-System agieren. Bereits im ersten Durchgang wurde deutlich, dass dies nicht sein Spezialgebiet ist.
„Der VfB hat die rechte Seite überladen, und Vagnoman hat oft das Spiel mitgestaltet. Dadurch hatten wir häufig eine Zwei-gegen-drei-Situation, die Linton stark gefordert hat. Er ist kein linksdefensiver Schienenspieler. Wir wussten, dass so etwas passieren könnte“, erklärte Trainer Kwasniok.
Da Maina seine Seite nicht dicht bekam, stellte Kwasniok bereits in der ersten Halbzeit um. „Es ist zwar nicht konkret gefährlich geworden, aber wenn die Bälle zwei- oder dreimal präziser gekommen wären, hätte es brenzlig werden können. Ich habe proaktiv gehandelt“, so der Coach.
Er entschied sich, Jakub Kaminski nach hinten zu beordern, damit Maina offensiv agieren kann. Dieser Plan ging jedoch nur bedingt auf. Torschütze Kaminski, der zusammen mit Ragnar Ache bis zu diesem Zeitpunkt der auffälligste Kölner war, war auf der linken Abwehrseite letztlich verschenkt. „Kuba ist ein Allroundspieler, der defensiv besser absichern kann“, bemerkte Kwasniok, wohlwissend, dass durch diese Umstellung viel offensive Gefahr verloren ging.
Maina konnte offensiv nicht annähernd so viele Akzente setzen wie der Pole und musste folgerichtig bereits in der 64. Minute vom Platz. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er 24 Ballkontakte, jedoch weder einen Torschuss noch eine Torschussvorlage vorzuweisen.
Um seinen Platz in Kwasnioks Ensemble zu finden, muss Maina weiterhin hart arbeiten. Nach den Eindrücken aus dem Stuttgart-Spiel wird die linke Schiene wohl eher keine zukunftsträchtige Alternative für ihn sein.