Luis Diaz: Ein vielversprechender Start beim FC Bayern München

Luis Diaz: Ein vielversprechender Start beim FC Bayern München

Luis Diaz wird als der Königstransfer des FC Bayern München betrachtet. Ein ehemaliger Nationalspieler äußert jedoch Bedenken, ob der Kolumbianer in München erfolgreich sein kann.

München – Der Pflichtspiel-Einstand von Luis Diaz beim FC Bayern München könnte kaum besser verlaufen sein. Am vergangenen Samstag gab der Kolumbianer beim 2:1-Sieg im Franz-Beckenbauer-Supercup gegen den VfB Stuttgart sein Debüt. Mit seinem Kopfballtreffer zum 2:0 in der 77. Minute sorgte Diaz für die Vorentscheidung.

„Ich glaube, er wird viele Tore für uns erzielen. Seine Energie ist einfach ansteckend. Es war nicht nur sein Tor, sondern auch seine Energie für die Mannschaft“, äußerte sich Cheftrainer Vincent Kompany erfreut. Auch Offensivkollege Harry Kane lobte: „Man sieht, was er im Eins-gegen-Eins zu bieten hat. Er ist sehr scharfsinnig und agil. Das Tor war ein großartiger Lauf, ein großartiger Abschluss.“

Trotz des beeindruckenden Einsatzes des dribbelstarken Flügelspielers, der für bis zu 75 Millionen Euro vom FC Liverpool verpflichtet wurde, sind nicht alle Skeptiker überzeugt. Einer von ihnen ist Sami Khedira. Der Weltmeister von 2014 äußerte im Sport1-Doppelpass seine Bedenken: „Die Bindung zum Spiel fehlt, er spricht kein Deutsch und kein gutes Englisch. Das braucht Zeit. Er hatte gute Ansätze, aber er benötigt noch Zeit.“

Unabhängig von der hohen Ablösesumme hegt Khedira Zweifel, ob der FC Bayern mit Diaz tatsächlich einen guten Transfer getätigt hat. „Er ist 28 Jahre alt, und auf den Außenpositionen benötigt man Explosivität und Schnelligkeit in den ersten Metern“, erklärte der langjährige deutsche Nationalspieler. „Bei vielen Spielern sieht man, dass sie mit 30 oder 31 Jahren die Explosivität im Eins-gegen-eins verlieren.“

Khedira erhielt in der Diskussionsrunde Unterstützung vom ehemaligen Bayern-Star Stefan Effenberg. „Ich glaube, dass er nicht viel Zeit braucht. Er hat gestern gezeigt, dass es funktionieren wird“, sagte der 57-Jährige und fügte hinzu, dass Diaz „ein erfahrener Spieler ist, der Erfahrung aus der Premier League und der Nationalmannschaft mitbringt. Daher mache ich mir da keine Sorgen.“

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