Mahmoud Dahouds entscheidende Rolle bei Eintracht Frankfurt

Mahmoud Dahouds entscheidende Rolle bei Eintracht Frankfurt

Mahmoud Dahoud hat bei Eintracht Frankfurt oft mit Herausforderungen zu kämpfen, doch wenn er spielt, erweist er sich als wertvoller Spieler. Wird Trainer Albert Riera ihn in Zukunft stärker einbeziehen?

Am Freitagabend musste Dahoud 82 Minuten lang auf seinen Einsatz in der Partie gegen Union Berlin (1:1) warten, bevor er in den Schlussminuten eine entscheidende Rolle übernahm. Zunächst setzte er sich im Strafraum durch und bereitete das Tor von Nathaniel Brown vor (84. Minute).

In der 90. Minute kam es zu einer kritischen Situation: Der Pass von Torhüter Kaua Santos auf Ayoube Amaimouni-Echghouyab war zu kurz. Dahoud reagierte schnell, sprintete zurück und blockte den Schuss von Andrej Ilic mit bemerkenswertem Einsatz. Diese Aktion machte den 30-Jährigen zum heimlichen Helden der Hessen und unterstreicht seinen Charakter als Spieler.

Steht Trainer Albert Riera vor der Entscheidung, auf den wackeligen Kandidaten zu setzen, dessen Vertrag im kommenden Sommer ausläuft? Dahoud könnte sich als Anker im Endspurt erweisen. Er bringt Erfahrung, Ballsicherheit und Torbeteiligungen mit. In seinen 496 Spielminuten war er an vier Treffern beteiligt, was für einen defensiven Mittelfeldspieler eine starke Bilanz darstellt. Insgesamt kommt er in Frankfurt auf 1.474 Einsatzminuten.

Dahoud gehört zu den Spielern, die resilient sind und schwierige Situationen meistern können. Im vergangenen Sommer wurde er praktisch aussortiert, flog nicht mit ins Vorbereitungstrainingslager in die USA und suchte sich einen neuen Klub. "Es war nicht einfach, aber ich bin immer positiv geblieben, um unsere Ziele zu erreichen", erklärte er im Gespräch mit dem Eintracht-Klubmagazin.

Als ihn Ex-Coach Dino Toppmöller im Herbst benötigte, war Dahoud bereit. Bei seinem Comeback in der Startelf gegen den FSV Mainz 05 (1:0) zeigte er eine solide Leistung. Nach der Länderspielpause erzielte er ein wichtiges Tor gegen den 1. FC Köln, das den Grundstein für den 4:3-Sieg legte. Man fragt sich, wo die Eintracht heute stünde, wenn sein Tor in der Nachspielzeit gegen Borussia Dortmund (3:3) für den Sieg gereicht hätte.

Da Riera plant, das zentrale Mittelfeld fußballerisch stärker einzubinden, sollte Dahoud die Möglichkeit erhalten, sich zu beweisen. Am kommenden Samstag (15:30 Uhr) steht das Duell gegen seinen ehemaligen Klub Borussia Mönchengladbach an. Dahoud hat sich in den wenigen Minuten gegen Union Berlin bereits ins Gespräch gebracht. Durch die Rote Karte gegen Oscar Höjlund wird die Situation erneut spannend und die Karten neu gemischt.

Topics

Related news