Mainz 05 wahrt Chance auf Viertelfinale in der Conference League
Im Achtelfinal-Hinspiel der Conference League zwischen Mainz 05 und dem tschechischen Klub Sigma Olmütz gab es kein Tor. Der Bundesliga-Verein musste jedoch möglicherweise einen langen Ausfall von Winter-Zugang Silas hinnehmen.
Der FSV Mainz 05 hat die Möglichkeit auf das erste Viertelfinale in der Vereinsgeschichte gewahrt, nachdem das Spiel in Olmütz mit 0:0 endete. Im Rückspiel am kommenden Donnerstag um 18:45 Uhr haben die Mainzer die Chance, mit einem Heimsieg in die nächste Runde einzuziehen.
Allerdings wurde der FSV von einer möglicherweise schweren Schienbeinverletzung Silas' getroffen, der in der zweiten Halbzeit mit einer Trage vom Platz gebracht wurde.
Sollten die Rheinhessen ins Viertelfinale einziehen, würden sie auf den Sieger der Begegnung zwischen dem kroatischen Club HNK Rijeka und Racing Straßburg aus Frankreich treffen. Das Hinspiel gewann Straßburg mit 2:1. Bereits der Einzug ins Achtelfinale war für die 05er eine Premiere im Europapokal.
Die Mainzer gingen als Favorit in das Duell mit Olmütz. Während der FSV als Siebter der Ligaphase direkt ins Achtelfinale einziehen konnte, schaffte Olmütz als 24. gerade so den Sprung in die Zwischenrunde und setzte sich dort überraschend gegen den FC Lausanne-Sport aus der Schweiz durch.
„Eigentlich spielt es für mich keine Rolle, wer jetzt Favorit ist“, sagte Sportvorstand Christian Heidel vor dem Anpfiff gegenüber dem Streamingdienst RTL+ und fügte hinzu: „Wir wissen, dass das eine ganz, ganz schwierige Nummer wird.“
Heidel sollte recht behalten. Die Gastgeber erwischten in der ersten Halbzeit, die nur wenige Höhepunkte bot, den besseren Start, konnten jedoch keine echten Gefahrensituationen kreieren. In der 24. Minute erzielte Silas mit der ersten nennenswerten Offensivaktion der Mainzer ein vermeintliches Tor, das jedoch aufgrund einer Abseitsstellung von U21-Vizeeuropameister Paul Nebel nicht gezählt wurde.
Dennoch fanden die Mainzer besser ins Spiel. Silas zwang den Olmützer Torwart Jan Koutny in der 32. Minute mit einem Kopfball aus kurzer Distanz zu einer Parade. Die Schlussphase der ersten Halbzeit war von Taktik geprägt, und beide Teams konnten keine Durchschlagskraft entwickeln. Das 0:0 zur Pause war folgerichtig.
Auch nach dem Seitenwechsel gingen die 05er kein Risiko ein. Die größten Gefahren gingen durch Standardsituationen aus. Danny da Costa konnte bei einem Kopfball nach einer Ecke jedoch nicht den nötigen Druck auf den Ball bringen (59.). Wenige Minuten später verletzte sich Silas, der mit den Händen über dem Kopf auf der Trage abtransportiert wurde.
Die Mainzer mussten sich nach diesem Schock erst einmal sammeln. In der 78. Minute scheiterte der eingewechselte Nelson Weiper nach Vorarbeit von Nebel mit einem Abschluss aus kurzer Distanz an Koutny. In der Schlussphase war Olmütz dem Sieg näher. Daniel Batz parierte in der 88. Minute glänzend gegen Michal Beran, sodass es beim 0:0 blieb. In der Nachspielzeit wurde ein weiteres Tor der Mainzer wegen Abseits zurückgenommen.