Manchester United entlässt Rúben Amorim nach unzufriedenstellender Bilanz

Manchester United entlässt Rúben Amorim nach unzufriedenstellender Bilanz

Manchester United hat Rúben Amorim als Trainer entlassen, nachdem seine Amtszeit von Misserfolgen geprägt war und zuletzt seine Äußerungen in Interviews für Irritation sorgten.

Manchester – Manchester United bleibt einer der turbulentesten Vereine der Premier League. Der englische Rekordmeister kann auf der Trainerbank keine Kontinuität erreichen und hat den portugiesischen Coach Rúben Amorim nach etwas mehr als einem Jahr in seiner Position entlassen. Seit Anfang November konnte die Mannschaft lediglich drei Spiele in der höchsten englischen Liga gewinnen. Zudem sorgten Amorims Aussagen in einer Pressekonferenz kürzlich für Verwirrung.

„Da Manchester United derzeit auf dem sechsten Platz der Premier League steht, hat die Vereinsführung widerwillig entschieden, dass es an der Zeit ist, eine Veränderung vorzunehmen“, teilte der Verein mit. Für den 40-Jährigen wird im kommenden Spiel gegen Burnley der reguläre U18-Coach Darren Fletcher an der Seitenlinie stehen, der selbst viele Jahre für die „Red Devils“ gespielt hat.

Doch nicht nur auf dem Platz lief es bei Manchester United und Rúben Amorim nicht rund. Nach dem Unentschieden gegen Leeds United am vergangenen Spieltag äußerte sich der Portugiese einen Tag vor seiner Entlassung deutlich: „Ich möchte nur sagen, dass ich hierhergekommen bin, um Manager zu sein, nicht um Trainer zu sein.“ Diese Bemerkung sorgte für zusätzliches Aufsehen, da es zwischen dem Coach und der Klubführung bereits seit längerem zu Konflikten gekommen sein soll.

Des Weiteren zeigte der Trainer Unzufriedenheit darüber, dass im Wintertransferfenster keine hochkarätigen Neuzugänge verpflichtet wurden. „Ich habe das Gefühl, dass wir, wenn wir ein perfektes 3-4-3 spielen wollen, viel Geld ausgeben müssen und Zeit brauchen. Ich beginne zu verstehen, dass das nicht passieren wird“, äußerte der 40-Jährige. Erst im vergangenen Sommer investierte der Verein über 250 Millionen Euro in neue Spieler, obwohl der Klub sich nicht für die Champions League qualifizieren konnte.

Die Entlassung Amorims erscheint als logische Konsequenz aus sportlicher Erfolglosigkeit, trotz erheblicher Ausgaben, gepaart mit internen Konflikten. Der Anspruch und die Realität klaffen bei Manchester United nach wie vor weit auseinander.

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